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Leben & Freizeit

Rettungsdienst bringt Kalb zur Welt

Manuela Meuli
29.10.2021, 16:12 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Am Mittwoch ist es in Ilanz zu einem ungewöhnlichen Einsatz des Rettungsdiensts Surselva gekommen, wie «20 Minuten» schreibt. Demnach besuchte der Rettungsdienst Surselva eine Weiterbildung über den Umgang mit Mutterkühen. Dies, da am Unfallort der Kontakt mit Personen, die durch Mutterkühe verletzt werden, für Sanitäterinnen und Sanitäter oft schwierig ist, wie Alex Gisler, Leiter des Rettungsdienstes Surselva gegenüber dem Onlineportal sagte.

Kurz vor Abschluss der Weiterbildung erhielt der Mutterkuhbauer Urs Grob einen Anruf, dass es bei einer Geburt Komplikationen gibt. Aus Neugier sind laut Gisler auch die Rettungshelferinnen und Rettungshelfer mit auf die Weide gefahren. Das Kalb befand sich in Steisslage, wurde also mit dem Hinterteil voran geboren. Gemäss «20 Minuten» halfen die Sanitäter kurzerhand mit, das Kalb aus der Mutterkuh zu ziehen.

Bei der schwierigen Geburt sammelte sich Fruchtwasser in der Lunge des Kalbs an. Die Rettungscrew konnte vor Ort einen Grossteil davon absaugen. «Für uns Rettungsdienstmitarbeiter war es ein ganz besonders schönes Ereignis», erklärt Enrico Battaglia auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Er war als Rettungssanitäter dabei. «Für einmal waren wir nicht mit Krankheit und Verletzung konfrontiert, sondern mit der Geburt eines neuen Lebens.»

Im Normalfall können solche Steissgeburten aber auch ohne Tierarzt und sicherlich ohne Rettungsdienst gelöst werden. Sowohl Mutterkuh als auch Kalb sind nach dieser ungewöhnlichen Rettungsaktion wohlauf.

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