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Leben und Freizeit

Regelmässig und dennoch eindrücklich

Ein eindrückliches Himmelsspektakel beeindruckte über die letzten Tage.
online@suedostschweiz.ch
17.03.2022, 20:08 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Diese Woche wehte es wieder einmal Saharastaub über die Alpengipfel bis nach Europa. Die Wolke verdunkelte den Himmel während zwei Tagen, wie auf dem oben stehendem Foto deutlich zu sehen ist. Der Staub stammt aus der Sahara, genauer aus Marokko und Algerien, wo speziell im Frühjahr heftige Tiefdruckgebiete den Sand der Wüste aufwirbeln und in Höhen von bis zu 6000 Meter zu tragen imstande sind. Auf dem Weg Richtung Nordosten dünnen sich die Wolken dann aus. Die schwereren Partikel sinken ab, während der eigentliche Staub von lediglich einigen Mikrometern Grösse über ganz Europa hinwegziehen kann. «Die Mengen an Material, das auf diesem Weg zu uns kommt, ist natürlich sehr klein», erklärt Martin Schneebeli, Leiter Forschungseinheit Schnee und Atmosphäre am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. «Solche Verfrachtungen sind ein völlig natürliches Phänomen, aber auf Feinstaub empfindliche Personen, wie etwa Asthmatiker, können dardurch schon gereizt werden.» Daneben gibt es noch eine andere Auswirkung, die hingegen für alle relevant ist: «Je nach der Menge der Ablagerungen kann der Staub das Abschmelzen der Schneedecke um für bis zwanzig Tage beschleunigen».