Wenn Spürnasen von Freiwilligen zu Helden werden
Eingestürzte Häuser, verschüttete Zufahrtsstrassen und Dutzende Helferinnen und Helfer im Einsatz – und das gleich neben der Plessur beim Churer Quartier Meiersboden. Solche Situationen sind überall auf der Welt ab und an bittere Realität. In diesem Fall geht es allerdings nur um eine Einsatzübung. Genauer gesagt handelt es sich um ein Erdbebenszenario von Redog, dem Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde, welcher dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum feiert.
Um das langjährige Bestehen gebührend zu feiern, wurde der Besucherschaft sowie der geladenen Presse am Donnerstag eine Demonstration geboten. Die Hundeführerinnen und Hundeführer wurden mit einem Helikopter der Schweizer Armee eingeflogen, und kurz nach dem Verlassen des Luftfahrzeugs folgte eine Lagebeurteilung. «Bei der Rettung von Verschütteten oder Vermissten zählt jede Minute», lässt sich Walter Caprez, Präsident der Redog-Regionalgruppe Graubünden, in einer Mitteilung zitieren.
Für die Demonstration kamen sechs Hunde von Redog-Mitgliedern zum Einsatz, die jährlich über 100'000 Freiwilligenstunden leisten – für Training, Ausbildung und Bereitschaft.
TV Südostschweiz war hautnah bei der Übung in Chur und dessen Teilnehmenden dabei:
Redog: Seit 50 Jahren retten Hunde Menschenleben
Einer der Hunde, die in Chur ihr Können demonstrierten, ist Dex von der Zürcher Oberländerin Marianne Baggenstos. Sie ist einer von vier Übungsleitern des Geländesuchhundeteams von Redog. Unterstützt wird sie bei ihrer Freiwilligenarbeit stets vom Churer Christian Frehner. Einen etwas weiteren Weg ins abgelegene Churer Quartier hatte Messia Avanzini. Die Halterin von Numa, eine Schäferin aus der Toskana, reiste aus Lugano an. Sie befindet sich momentan in der Ausbildung zum Katastrophensuchhunde-Team.