Baukunst trifft Weinkultur
Als am 16. Januar 2024 der symbolische Spatenstich für das neue Betriebsgebäude der von Salis AG in Maienfeld erfolgte, lag ein intensiver Planungsprozess bereits hinter dem Projektteam. Die Aufgabe war anspruchsvoll: Für das seit 1994 von Andrea Davaz aufgebaute und zu einem renommierten Weinhandelsunternehmen entwickelte Geschäft sollte ein repräsentativer Neubau entstehen. Dabei wurde neben den funktionalen Anforderungen auch viel Wert auf die Widerspiegelung der Unternehmensphilosophie und -kultur gelegt.
Entstanden ist ein Gebäude, das Lager, Vinothek, Degustationsbereich und Büroflächen vereint und dabei höchste Ansprüche an Funktionalität und Aussenwirkung erfüllt. Ralbau übernahm als Totalunternehmer die Gesamtverantwortung für dieses Projekt und setzte auf einen charakteristischen Ansatz, der sich deutlich von konventionellen Bauprozessen unterscheidet.
Vorausschauende Projektsteuerung als Erfolgsrezept
Statt isolierte Bauprozesse aneinanderzureihen, orchestrierte das Projektteam von Ralbau ein harmonisches Zusammenspiel aller Beteiligten. Die frühzeitige Einbindung eines namhaften Innenarchitekten, der nicht nur die Innenräume, sondern auch die Gebäudehülle gestaltete, ermöglichte eine durchgängige gestalterische Handschrift. «Diese integrierte Herangehensweise ist typisch für unsere Projektphilosophie», erklärt der verantwortliche Bau- und Projektleiter Roger Schnoz. «Wir denken vom Endergebnis her und binden alle relevanten Spezialisten frühzeitig ein, um potenzielle Schnittstellen-Konflikte bereits in der Planungsphase zu eliminieren.»
Termingerechte BaurealisierungDiese aktive Koordination zwischen architektonischem Anspruch und baulicher Umsetzung zahlte sich aus. Trotz ambitioniertem Zeitplan konnte das Bauvorhaben ohne nennenswerte Verzögerungen realisiert werden. Unmittelbar nach dem Spatenstich im Januar 2024 begann der Aushub, gefolgt vom Rohbau und dem Aufbau der imposanten Stahlhalle des Lagers. Die präzise Ablaufplanung und transparente Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten ermöglichte eine effiziente Koordination der Ressourcen. «Bei einem solchen Vorhaben müssen zahlreiche Gewerke ineinandergreifen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der vorausschauenden Steuerung aller Prozesse», betont Schnoz. Diese Herangehensweise bewährte sich besonders in der intensiven Innenausbauphase, als parallel die technisch anspruchsvolle Lagerlogistik implementiert und die repräsentativen Bereiche gestaltet wurden.Das Ergebnis spricht für sich: Ein architektonisch markantes Gebäude, das sowohl praktischen Anforderungen gerecht wird als auch ästhetisch beeindruckt. Der repräsentative Kopfbau beherbergt die Vinothek mit Degustationsbereich, Büro- und Nebenräume sowie den Weinkeller. Die betriebsoptimierte Raumaufteilung wurde exakt auf die Anforderungen des Weinhandelsunternehmens zugeschnitten.Besonders durchdacht zeigt sich die Fassadengestaltung. Der Kopfbau präsentiert sich mit einer Kombination aus grosszügigen Schaufensterfronten und einer hinterlüfteten Metallfassade. Die zur Autobahn A13 ausgerichtete Fassade wurde gezielt als gut sichtbare Werbefläche konzipiert. Das imposante, 20 Meter breite von Salis Logo macht das Gebäude selbst zum wirkungsvollen Markenbotschafter.