Projekt in Uganda sorgt für Klimaneutralität in Davos
Das Kongresszentrum in Davos ist vor rund 50 Jahren eröffnet worden. Seitdem ist es Schauplatz für verschiedenste Sitzungen und Kongresse. An Bekanntheit gewonnen hat es in den letzten Jahren aber vor allem aufgrund des World Economic Forum (WEF). Politiker, Kulturschaffende, Wirtschaftsexperten, Wissenschaftler und Journalisten diskutierten im Rahmen des WEF in den letzten Jahrzehnten im Kongresszentrum über das Weltgeschehen.
Nun steht das Kongresszentrum einmal mehr im Mittelpunkt, jedoch nicht aufgrund der Kongresse, sondern wegen einer Klimazertifizierung der Stiftung «my climate». Wie Samuel Rosenast, Mediensprecher bei Davos Klosters, betont, ist das Kongresszentrum schweizweit das erste seiner Art, das als klimaneutral gilt. «Die Auszeichnung ist von grosser Bedeutung und zeigt, wie gross unser Engagement betreffend Klimaschutz ist.»
Erlös aus CO2-Kompensation
Wie aber kann ein so grosses Gebäude mir reger Benutzung überhaupt klimafreundlich sein? Laut Samuel Rosenast kompensiert das Kongresszentrum seinen CO2-Ausstoss mit einem Projekt in Ostafrika. «Über den Anbieter ‹my climate› wurde der CO2-Ausstoss des Kongresszentrums gemessen. Anschliessend musste abgeklärt werden, wie diese Massen mit einem Projekt kompensiert werden können.»
Auf Anfrage erklärte die Stiftung «my climate» den detaillierten Vorgang. Das Ziel des Projekts sei die Verkleinerung von Feuerholz und dem damit verbundenen CO2- Ausstoss. Denn in Uganda gebe es zwar Wasser aus öffentlichen Brunnen, jedoch werde dieses zum Reinigen durch Feuerquellen abgekocht. Kai Landwehr, Mediensprecher bei der Stiftung «my climate» sagt: «Im Rahmen des Projekts werden vor Ort Wasserreinigungssysteme mit verschiedenen Filtern an Privatpersonen und Einrichtungen wie Schulen verkauft.» Dadurch werde verhindert, dass Wassermengen mit noch grösseren Feuerholzmengen abgekocht werden müssten. Durch die Filter würden also kein Feuerholz verbrannt und C0-Ausstösse verhindert.