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Leben & Freizeit

Praxisorientierter Medizinkongress in Davos

Davoser Zeitung
30.09.2022, 11:47 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Was tun bei zufällig entdecktem, asymptomatischem Vorhofflimmern? Oder bei Vorwürfen, Behandlungsfehlern oder Haftpflichtfällen? Und wie müssen Behandelnde bei Verdacht auf häusliche Gewalt vorgehen? Was sollen Ärztinnen und Ärzte betreffend Arzneimittelinteraktionen beachten? Diese und weitere Fragen umfasste das vielfältige Programm des diesjährigen SGAIM-Herbstkongresses. Mit über 40 Workshops lag der Fokus auf angewandten Fähigkeiten, alltagsnahen Problemstellungen oder Tipps für die ambulante und stationäre Innere Medizin. Auch Networking kam dank des Gesellschaftsabends oder beim Kongresslauf am Freitagmorgen nicht zu kurz.

Nachwuchsförderung

Neben den praxisbezogenen Workshops, bewährten Updates zu neuesten Forschungsresultaten und Diskussionen um aktuelle Kontroversen nahm am SGAIM-Herbstkongress auch das Thema Nachwuchsförderung einen wichtigen Stellenwert ein. Denn der Nachwuchsmangel betrifft das gesamte Gesundheitswesen – ob im Spital oder der Hausarztpraxis. Neben einem gezielten Mentoring-Angebot wurde Dr. med. Stefan Markun vom Hausarztinstitut der Universität Zürich in diesem Jahr als herausragender «Teacher» mit dem «SGAIM Teaching Award» ausgezeichnet. Dieser wird jährlich an Personen verliehen, die sich mit viel Herzblut und Engagement für ein exzellentes Teaching, Coaching oder auch Mentoring einsetzen.

Zur Sache

Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) ist Ende 2015 aus der Fusion der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) entstanden. Die SGAIM ist die grösste medizinische Fachgesellschaft der Schweiz und vertritt die Interessen ihrer rund 7500 Mitglieder, welche als Fach­ärzte der Allgemeinen Inneren Medizin sowohl stationär als auch ambulant tätig sind.

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