Rückblick auf den Weltrekordversuch der RhB
von Christoph Benz und Fiona Bugmann
Fast zwei Kilometer, genau genommen 1910 Meter. So lange war der Zug, der am vergangenen Samstag über die Unesco Welterbestrecke Albula/Bernina von Preda bis Bergün und weiter über das Landwasserviadukt bei Filisur rollte. Eine wichtige Rolle an diesem Tag spielte Peter Klima, der Versuchsleiter des Weltrekords. Nun blickt er zurück auf den ereignisreichen Samstag.
Peter Klima, der Weltrekordversuch ist geglückt, herzliche Gratulation. Wie ist es zu der Idee gekommen, einen fast zwei Kilometer langen Zug zusammenzustellen?
Wir wollten etwas Besonderes anlässlich der 175-Jahr-Feierlichkeiten der Schweizer Bahnen machen. Am Anfang standen diverse Ideen im Raum. Dann hat es geheissen, wir hängen einmal mehr Fahrzeuge aneinander. Was wir dann gemacht haben, ist eigentlich nichts anderes, als ein standardmässiger Vorspann-Betrieb, den wir jetzt auch schon nutzen. Speziell ist die Anzahl Fahrzeuge, das Gewicht und die Leistung. Wir haben angefangen mit Berechnungen, haben begonnen, das praktisch zu testen, um zu überprüfen, ob unsere Berechnungen mit der Praxis übereinstimmen. Wir haben dann gesehen, dass das Ganze mit einigen wenigen Anpassungen eigentlich gut funktioniert. Nach weiteren Versuchen haben wir dann gesagt, okay, wir sind bereit für einen Weltrekordversuch.
Haben Sie zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass die Idee etwas verrückt ist?
Nein, bei solchen Sachen bin ich gerne dabei. Ich mache gerne Dinge, die man normalerweise nicht macht. Grundsätzlich war das ganze Team sofort Feuer und Flamme, als die Idee aufgekommen ist.