Ostschweizer Spitalplanung: Thurgau macht auch mit
Die Planung der stationären Grundversorgung durch Spitäler wollen die Kantone Glarus, Graubünden, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St.Gallen gemeinsam angehen. In einem ersten Schritt wird eine Modellplanung für den akutsomatischen Bereich, also der Versorgung der Bevölkerung mit Spitaldienstleistungen in den Bereichen Medizin, Chirurgie und Gynäkologie, erstellt. Nun tritt auch der Kanton Thurgau dem Projekt bei, wie die Kantone in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben.
Gemeinsamen Willen bekräftigt
Die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben sich letzten Freitag getroffen, wichtige Fragen zum Projekt geklärt und den Beitritt des Kantons Thurgau vertraglich besiegelt. Das gemeinsame Bestreben erfahre durch den Beitritt des Kantons Thurgau eine politisch willkommene Verstärkung und bekräftige den gemeinsamen Willen der Vereinbarungskantone, heisst es.
Gemeinsam Gesundheitskosten senken
Ziel des Projekts ist es, die Spitallisten der sechs Kantone einander anzugleichen. Im Idealfall würden – dort wo geografisch sinnvoll – gar gleichlautende Spitallisten entstehen. Somit können die Kantone Planungssynergien nutzen und Voraussetzungen schaffen, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu dämpfen, was letztlich den Prämienzahlerinnen und Prämienzahlern zugutekommen solle, teilen die Kantone mit. Gleichzeitig soll eine qualitativ hochstehende Grundversorgung in der Ostschweiz sichergestellt werden.