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Leben und Freizeit

Neue Wege, den Caumasee-Hype zu zügeln

Das kristallklare Wasser des Caumasees zieht jährlich tausende Besucher, darunter Einheimische, Tagestouristen und Influencer nach Flims. Damit der Besucheransturm besser koordiniert und der See nicht nur zum Fotosujet wird, soll das Angebot am See erweitert werden.
30.09.2019, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Diesen Sommer verzeichnete die Badi 86'000 Eintritte. Der Rekord des Hitzesommers 2018 mit 100'000 Eintritten wurde somit nicht geknackt. Im Schnitt verzeichnete die Badi 860 Besucher pro Tag, wie André Gisler, Tourismusdirektor von Flims Laax Falera auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» sagt. Damit ist er zwar sehr zufrieden, ein «aber» gebe es bei der Bilanz aber dennoch. Es ist mittlerweile bereits ein bekanntes Problem: Die Parkplatzsituation der Seebadi stösst an Spitzentagen mit rund 3000 Besuchern an ihre Kapazitätsgrenzen. «Ich bin seit drei Jahren am weibeln und versuche, ein Park and Ride einzuführen, bisher möchten aber noch nicht alle Partner einsteigen, so Gisler». Unter anderem sei man mit dem Stenna Zentrum in Kontakt, es brauche aber noch Geduld.

Ein weiters Schicksal des Caumasees ist, dass er für zu viele Menschen zur genau selben Zeit, also von circa 11.00 bis 16.00 Uhr, attraktiv sei, so Gisler. Damit der Besucheransturm besser geregelt werden kann, plant Gisler einen Ausbau des Angebots. Attraktionen, Konzerte oder spezielle Events sollen her. Beispielsweise soll der See am Vormittag insbesondere für Spaziergänger attraktiv sein, am Nachmittag für Familien und abends für jene, die den Abend in der Sunset-Lounge ausklingen lassen oder Yoga machen möchten, so Gisler. Dadurch würden sich die Menschen besser auf den ganzen Tag verteilen und man würde den See nicht als überfüllt empfinden, meint er. Eine Besucherzahl einzuschränken oder den Eintrittspreis ins Unendliche zu treiben, versuche man zu vermeiden. Letzten Endes stehe die Qualität aber über der Quantität.

Wichtig ist Gisler aber auch, dass nicht nur der Caumasee alleine attraktiv ist, sondern das ganze drum herum und die Ortschaft. «Ich möchte nicht nur jene haben, die den Caumasee auf der Bucket Liste haben, ein Foto des Sees machen und dann wieder gehen. Es soll wert sein, Zeit dort zu verbringen.» Letztlich würde das auch mehr Übernachtungen für die Region bringen, erklärt er weiter. (can)