Monika Kaelin: «Fritz’ Handy klingelt noch immer»
Am 22. Dezember 2019 ist Fritz Künzli nach langer Krankheit für immer eingeschlafen. Die Glarner Fussballlegende ist aber auch fast ein halbes Jahr nach ihrem Tod noch lange nicht vergessen. «Es kommen heute noch Anrufe auf das Handy von Fritz», erzählt Witwe Monika Kaelin im «Blick». Die Handynummer von Künzli ist noch immer aktiv. Kaelin will das so. «Seine Fussballfreunde rufen regelmässig auf seine Nummer an. Sie wollen wissen, wie es mir geht, was ich so mache und ob ich mal wieder an einen Fussballmatch gehen möchte, sobald das wieder ganz normal möglich ist. Diese eingeschworene Familie ist wunderbar.»
Jeder wisse, dass Fritz nicht mehr lebe, aber auf seine Nummer anzurufen sei einfach ein schöner Akt, sagt Kaelin weiter.
Der Glaube half
45 Jahre lang waren der Torjäger aus Ennetbühls, der später die Fussballschweiz erobern sollte, und die Entertainerin zusammen. Sie waren das Glamour-Paar der Nation. Nach dem Tod von Fritz Künzli fiel die Präsidentin von Show Schweiz in eine tiefe Trauer. «Ein Leben ohne meinen geliebten Fritzli konnte und wollte ich mir einfach nicht vorstellen», so Monika Kaelin.
Und doch fühlte sie damals etwas: «Seine Kraft ging nach seinem Tod auf mich über, ich spür-te, wie all seine Energie auf mich überging», sagt sie. Und ergänzt mit einem Lachen: «Heute habe ich doppelt so viel.» Zudem half ihr der Glaube: «Der Herrgott schickt einem grosse Kraft, damit man den Verlust des geliebten Menschen aushält und trotzdem wieder glücklich werden kann.»
Zurück im Leben
Heute fühlt sich die 65-Jährige «vögeliwohl», wie sie im «Blick»-Interview weiter erzählt. «Ich bin fit wie ein Turnschuh. Täglich gehe ich joggen, bin aufgestellt und voller Tatendrang. Weil ich weiss, dass Fritz immer bei mir ist und mich als mein Schutzengel begleitet und beschützt.»
Nach dem Ableben ihres geliebten Fritz hat die Schwyzerin zu Hause in Gersau aufgeräumt, wie sie «Blick» weiter erzählt: «Viele seiner Anzüge habe ich weggegeben. An Männer, die sie gut gebrauchen können. Das wäre auch in seinem Sinn gewesen.»