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Leben & Freizeit

Mit Veloweg auf dem richtigen Weg

Südostschweiz
20.05.2020, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Die Stadt Chur und die Gemeinde Trimmis sind mit der Ende November 2019 eröffneten Veloweg-Verbindung Chur–Trimmis auf dem richtigen Weg. Zu diesem Schluss ist zumindest die Organisation Pro Velo Schweiz gekommen. Sie hat das Projekt mit dem Anerkennungspreis «Prix Velo Infrastruktur 2020» ausgezeichnet, wie gestern bekannt gegeben wurde. Insgesamt waren bei Pro Velo 40 Projekte aus der ganzen Schweiz eingegangen – vier Anerkennungspreise wurden schliesslich vergeben, wovon drei Preise in die Westschweiz gingen. Mit dem Hauptpreis wurde die Stadt Bern ausgezeichnet: für ihr Konzept «Velo-Offensive». Aufgrund der aktuellen Coronakrise kann die offizielle Preisübergabe erst im Herbst stattfinden.

Umsteigen auf das Velo

Die beiden Gemeinden Chur und Trimmis freuen sich über den Anerkennungspreis für die 3,2 Kilometer lange Veloweg-Verbindung, wie die Stadtkanzlei in einer Medienmitteilung schreibt. Der Veloweg sei eine der ersten Langsamverkehrsverbindungen im Kanton Graubünden, die nicht auf den Freizeit-, sondern auf den Alltagsverkehr abziele, hatte der Trimmiser Gemeindepräsident Roman Hug anlässlich der Eröffnung im vergangenen November erklärt. Unter anderem soll so das Umsteigen vom motorisierten Verkehr auf das Velo gefördert werden. «Damit das hohe Potenzial dieser Verbindung ausgeschöpft werden konnte, wurde sie sicher, komfortabel und allwettertauglich ausgeführt», schreibt die Stadtkanzlei in ihrer Mitteilung weiter.

Der Veloweg Chur–Trimmis beginnt Ende Cadonaustrasse am nördlichen Siedlungsrand von Chur und führt über eine Neutrassierung mit einem Asphaltbelag unterhalb der Waisenhausgüter zum Blutmarchweg in den Fürstenwald. Durch den Wald bis zur Maschänserrüfe wurde ein bestehender Waldweg genutzt. Die Maschänserrüfe wird mit einer «rüfentauglichen» Brückenkonstruktion überquert. Im Anschluss verläuft der Veloweg über den Trimmiser Mittelweg. Als Teil des Inventars der historischen Verkehrswege der Schweiz kommt diesem laut Mitteilung besonderer Schutz zu.

Bauherren des 2,1-Millionen-Franken-Projekts waren die beiden Gemeinden Trimmis und Chur. Der Kanton Graubünden leistete einen finanziellen Beitrag von 972 000 Franken, der Bund steuerte im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Beitrag von 712 000 Franken bei. Die Restkosten von 416 000 Franken teilten sich Chur und Trimmis.

Chur hat noch viel vor

Weitere Projekte bezüglich Velomassnahmen seien in Chur bereits in Ausführung oder in Planung, schreibt die Stadtkanzlei weiter. Ausserdem seien im Rahmen des Agglomerationsprogramms 4 «diverse attraktive Veloverbindungen» geplant. Ziel sei es, auf dem Weg zur «Velostadt Chur» den Veloanteil nochmals zu erhöhen. (red)