Mit Handicap in die Ferien
Ferien gehören in unserer Gesellschaft dazu. Viele zieht es während des Sommers ans Meer, im Herbst in eine Stadt und im Winter auf die Piste. Den grossen Gewinn macht dabei die Tourismusbranche. Diese hinkt jedoch in einem Punkt hinterher: Menschen mit körperlichen Behinderungen stossen im Urlaub immer noch auf Barrieren. Von einem Tourismus für alle – auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, einer Sehbehinderung oder anderen Handicaps – ist noch nicht überall die Rede. Im Fachjargon spricht man von einem Wunsch nach barrierefreiem Tourismus.
Im Kanton Graubünden will die Region Davos Klosters die barrierefreien Angebote im Tourismus erweitern, wie es im Artikel des «Regionaljournals Graubünden» heisst. Dafür hat sie sich mit Markus Böni, Projektleiter von Pro Infirmis, zusammengetan, welcher Hotels als Rollstuhlfahrer erfasst. Auf Anfrage von Radio Südostschweiz erklärte Böni, dass in Davos bereits gute Angebote bestünden, schweizweit sei der Kanton im Mittelmass – also weder voraus noch dahinter.
Wenn man über die Landesgrenzen hinausblickt, gibt es jedoch Unterschiede. «Im Vergleich ist uns beispielsweise Nordamerika voraus. Dies hat mit den Kriegsveteranen und kriegsversehrten Menschen zu tun. Dort musste man es baulich bereits anpassen», so die Erklärung für den Vorsprung auf die Schweiz.