Maskenpflicht an Bündner Volksschulen wird aufgehoben
Trotz hoher Infektionszahlen durch die Omikronvariante ist eine Überlastung der Spitäler ausgeblieben und die Belegung der Intensivpflegestationen hat gemäss einer Kantonsmitteilung weiter abgenommen. Dies veranlasst die Regierung, die kantonalen Massnahmen gegen die Pandemie aufzuheben. Die Impfung sowie die Hygiene- und Verhaltensregeln werden als Schutz vor Ansteckungen aber weiterhin empfohlen, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Zudem sei es wichtig, dass sich Personen mit Symptomen testen lassen oder sich in Isolation begeben würden.
Betriebs- und Schultestungen werden eingestellt
Für Schülerinnen und Schüler der öffentlichen und privaten Volksschulen wird die Maskenpflicht ab Donnerstag, 10. Februar, aufgehoben. «Das freiwillige Tragen einer Schutzmaske ist weiterhin möglich. Für alle anderen Personen gilt in Innenräumen auf den Arealen der Volksschulen eine Maskenpflicht.» Gemäss Mitteilung gilt die Maskenpflicht an der Sekundarstufe II bis zur Aufhebung durch den Bundesrat weiter.
Die Omikronvariante habe die Teststrategie massgeblich beeinflusst. «Die Ansteckungsketten können nicht mehr wirksam unterbrochen werden und die Laborkapazitäten sind weiterhin begrenzt.» Die Lageentwicklung stimme aber zuversichtlich. «Deshalb werden die Schultestungen und die Betriebstests ab Freitagabend, 11. Februar, eingestellt.» Bis Ende Februar weitergeführt werden laut Mitteilung die Betriebstests in Gesundheits- und Betreuungsinstitutionen. Ab Anfang März gelten die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit.
Krisenbewältigung ohne kantonalen Führungsstab
Im Rahmen der Pandemiebewältigung verabschiedete die Regierung zum Schutz der Gesundheit und der Wirtschaft gemäss eigenen Angaben 190 Regierungsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Erstmals in der Geschichte setzte die Regierung den kantonalen Führungsstab (KFS) über eine längere Zeitspanne ein. «Der KFS stand während zwei Jahren für die Vorsorge und Bewältigung der Pandemie im Einsatz oder unterstützte das Gesundheitsamt», schreibt die Regierung.
Dank der positiven Entwicklung kann laut Mitteilung die weitere Bewältigung der Coronapandemie nun wieder in den ordentlichen Strukturen erfolgen. Mit der Nachbearbeitung ist weiterhin das Amt für Militär und Zivilschutz beauftragt. Der längerfristige Umgang mit dem Coronavirus und die Vorsorgeplanungen werden nun unter der Leitung des Gesundheitsamts geplant. (jag)
Weitere Unterstützung für Bündner Unternehmen
Bündner Unternehmen, die stark unter den Folgen der Covid-19-Pandemie leiden, konnten bis Ende Juni des vergangenen Jahres finanzielle Unterstützung in Form von Härtefallhilfen beantragen. Nun teilt der Kanton mit, dass er neue Härtefallhilfen vorbereite. «Die Regierung möchte Unternehmen, die von der COVID-19-Pandemie besonders betroffen sind, auch für Umsatzverluste, die sie im vierten Quartal 2021 erlitten haben, unterstützen», heisst es. Dabei gelten dieselben Bedingungen wie im letzten Jahr. Weiter sollen auch Massnahmen für das laufende Jahr aufgegleist werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des DVS zu finden.