Junge Metallbauer wandeln auf den Spuren von da Vinci
Leonardo da Vinci (1452–1519) wird nachgesagt, dass er das grösste Universalgenie der Menschheit war. Unter anderem entwarf der italienische Maler und Erfinder ein Schaufelradboot mit Pedalen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass sein Modell nicht fahrtauglich gewesen wäre. Zum einen fehlt ein Mechanismus, der die Pedale bewegt. Zum andern hat da Vinci wesentliche Gedankengänge nicht sauber zu Ende geführt, sodass ein Getriebeschaden vorprogrammiert wäre. Gut also, dass er seine Erfindung nie gebaut oder in Auftrag gegeben hat. Er wäre damit glorreich gescheitert.
Anders soll es den Dritt-Lehrjahr-Metallbauern am Berufsbildungszentrum Pfäffikon SZ ergehen. Die 19 Lernenden aus den Kantonen Schwyz, Luzern, Zürich, St. Gallen und Glarus haben den Auftrag erhalten, in Gruppen einen Schaufelrad-Katamaran zu bauen, der ausschliesslich mit der Muskelkraft von zwei Personen angetrieben wird. Das Boot soll zudem Platz für zwei weitere Personen bieten.
Während eines der Boote mit Musikboxen ausgestattet werden soll, wird auf einem anderen ein Tisch mit integriertem Getränkehalter zu stehen kommen.
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Im Januar fiel der Startschuss für das fächerübergreifende Langzeitprojekt. Derzeit entwerfen die Lernenden am Computer mithilfe eines speziellen Zeichnungsprogramms Grundrisse, Quer- und Längsschnitte sowie Detailzeichnungen. Zwar haben sie vorgängig einen Kurs besucht, um die Anwendung des Programms zu erlernen, trotzdem ist die Arbeit am Computer ungewohnt für die angehenden Metallbauer.