Filmdreh im Taminatal
von Lorena Tino
Im vergangenen Monat war im Taminatal so einiges los. Nachdem ein junges Filmteam im Jahr 2019 hier den Kurzfilm «Sew Torn» gedreht hatte, der sich für die Oscars qualifizierte, kehrt das Team nun zurück und dreht aus diesem Kurzfilm einen waschechten Kinofilm. Hinter der Kamera, aber nicht nur: Sebastian Klinger. Der St. Galler studierte Multimedia Produktion in Chur und ist seither selbstständig auf diesem Gebiet. Schon damals, beim Dreh des Kurzfilms, spielte er eine grosse Rolle. Genauso jetzt, bei der Wiederaufnahme des Projekts.
Herr Klinger, was ist die Geschichte hinter «Sew Torn»? Wie kam es ursprünglich dazu?
Sebastian Klinger: Um das zu erklären, muss ich einige Jahre zurückspulen. Das Ganze begann als ein Vater-Sohn-Team aus den USA mich anfragte, ihnen bei einem Projekt zu helfen. Und zwar wollte der Sohn, Freddy Macdonald, die Zulassung an einer renommierten Akademie in den Staaten erreichen, wofür er eine bestimmte Art Film drehen musste. Er erarbeitete die Idee zu «Sew Torn» und wenig später machten wir uns an die Umsetzung. Der Kurzfilm ermöglichte ihm tatsächlich die Aufnahme an der Akademie und sorgte auch sonst für Aufmerksamkeit. Unter anderem lief er in Amerika im Kino und wurde von einem grossen Filmstudio gekauft. Daher war klar, dass die Geschichte von «Sew Torn» weitergehen muss.
Wovon handelt der Film?
Der Film handelt von einer Schneiderin in einem Bergdorf, die kurz vor der Pleite steht und nicht mehr weiter weiss. Ihr Alltag ist frustrierend. Ständig wird sie angeschnauzt und kritisiert. Eines Tages fährt sie mit ihrem Auto die Strasse entlang, als sie plötzlich an einen geplatzten Drogendeal gelangt. Einige Meter vom Geschehen entfernt hält sie an und muss nun eine von drei Entscheidungen treffen. Im Film werden alle drei möglichen Szenarien durchlaufen. Das Richtige: Den Notruf wählen. Das Sichere: weiterfahren. Das Riskante: die Beute an sich nehmen.
Wieso wurde genau das Taminatal als Drehort ausgewählt?