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Leben & Freizeit

Eine sehr moderne Dienstleistung

Barbara Gassler
26.04.2023, 06:54 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Am vergangenen Wochenende lud ein Team um Esther Segessenmann wieder ein zum grössten Kinderkleider- und -artikelverkauf weitherum. Der Umsatz habe sich – trotz zunehmender Konkurrenz durch die Digitalisierung – auf dem Niveau von vor Corona bewegt, heisst es vonseiten der Organisatoren. Rund 1000 Franken können denn auch an den diesjährigen Begünstigten, den Verein Jan Andri Sunshine übergeben werden.

Jahr für Jahr beweist die Kinderartikelbörse mit ihrem Erfolg, dass das Bedürfnis, Sachen einfach unkompliziert abgeben oder sie vor dem Kauf inspizieren zu können noch immer überwiegt. Dabei hängt der Erfolg natürlich stark davon ab, dass schöne und saubere Ware angeboten wird. Ein speziell grosses Angebot gab es dieses Jahr auch für Jugendliche. Doch genau diese Käuferschicht fehlte auffällig. So mussten viele sehr schöne Artikel wieder zurückgegeben werden. Das ist erstaunlich, denn gerade unter den Jungen ist Nachhaltigkeit ein grosses Thema. Und wie kann die Umwelt besser geschont werden, als wenn das nächste Outfit von der Börse kommt? Ob es vielleicht am Namen Kinderartikelbörse liegt? Um auch die Gruppe der Jugendlichen zu erreichen, denken die Organisatoren nun über eine Namensänderung nach.

Doch auch die jungen Eltern haben den Grundsatz der Nachhaltigkeit verstanden und am Samstagmorgen gingen während zwei Stunden rund 2000 Artikel über den Ladentisch. Das bedeutete natürlich viel Arbeit für die 25 Helferinnen, die zum Teil schon bis spät am Freitagabend im Einsatz gestanden hatten. Bis dann am Samstag die letzten unverkauften Gegenstände zurückgegeben und der Erlös ausbezahlt war, ging für sie nach einem frühen Start ein langer Tag zu Ende.