Jungdesignerin will mit Homeoffice-Kapsel punkten
Wenig Platz, städtisches Umfeld und trotzdem im Grünen arbeiten: Diese Gegensätze versucht Ulla Staub zusammenzubringen. Die 28-Jährige aus Rapperswil-Jona hat es mit ihrer Idee in den Final eines internationalen Design-Wettbewerbs geschafft, der SBID-Awards. «Dass ich unter den Finalisten bin, ist für mich als Neueinsteigerin bereits eine grosse Ehre», sagt Staub.
Die gelernte Hochbauzeichnerin hat erst letztes Jahr eine Ausbildung in Produktdesign an der Schule für Gestaltung in Zürich begonnen. Die Mutter eines zweijährigen Sohnes arbeitet zu 50 Prozent in einer Baufirma, die ihr Mann in zweiter Generation führt. Daneben baut sie ihre eigene Designfirma auf. Häufig würden sie und ihr Mann am Abend noch am Computer sitzen, wenn der Kleine im Bett sei. «Ich arbeite einfach gern», sagt Staub. «Und liebe es, zu designen.» Ihr Sohn habe dabei ihre kreative Seite neu beflügelt. So habe sie etwa ein 360-Grad-Auffangsystem gebaut, das Essensstücke zurückhält, die ihr Sohn gerne vom Tisch schmeisst.
Natur nach innen bringen
Mehr als eine Spielerei ist ihr Wettbewerbsprojekt. Es trägt den Namen Biophilic Microspace. Das Thema Mikro- oder Kleinräume sei an der Schule behandelt worden. Biophilic Design steht für die Nutzung von Naturelementen in Innenräumen. Eine natürliche oder der Natur nachempfundene Wohn- und Arbeitsumgebung soll sich positiv auf das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit auswirken, so die Idee. Zum einen durch die optische Wirkung, zum anderen durch die Reinigung der Luft.