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Leben & Freizeit

Kesb steht seit zehn Jahren für die Schwächsten ein

Südostschweiz
12.01.2023, 04:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

In Graubünden fällt der Rückblick auf zehn Jahre Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) positiv aus. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, haben die fünf Bündner Zweigstellen seit der Gründung der Kesb im Jahr 2013 über 31'000 Verfahren bearbeitet. Gemeinsam mit den eingesetzten Beiständinnen und Beiständen begleiten und unterstützen die Mitarbeitenden der Kesb Graubünden hilfsbedürftige Menschen. Sie analysieren die Situation und ordnen wo nötig Massnahmen an.

Ein wichtiges Ziel der Gesetzesrevision 2013 war die Förderung der Selbstbestimmung der Betroffenen. An diesem Grundsatz orientieren sich die Mitarbeitenden der Kesb heute bei den auf die verschiedenen Lebenssituationen angepassten Massnahmen. Wie es heisst, ordnet die Kesb in circa einem Drittel aller eingegangener Meldungen keine Massnahme an. Die betroffenen Personen könnten sich selbst helfen oder seien freiwillig bereit, Massnahmen zu treffen. 

Der Angst begegnen

Rund zwei Drittel aller hilfsbedürftigen Personen, die durch die Kesb und Beistandspersonen unterstützt werden, sind Erwachsene. In vielen Fällen handelt es sich um ältere Menschen, bei denen eine Demenzerkrankung vorliegt und deren finanzielle Situation von einer Beistandsperson geregelt werden muss. Das andere Drittel der behandelten Fälle betrifft laut Mitteilung Kinder. Dabei geht es häufig um Streitigkeiten der Eltern, die sich beispielsweise betreffend Besuchsrecht nicht einigen können. Aber auch häusliche Gewalt unter Eltern in Anwesenheit von Kindern ist ein Thema.

Die Schwelle in der Bevölkerung, um mit der Schutzbehörde in Kontakt zu treten, sei wie vor hoch, heisst es. Auch wenn das Verständnis für die Arbeit der Kesb gestiegen sei, gebe es immer noch Ängste. Die KESB Graubünden will diesen nun entgegentreten. (red)