Jede vierte Lebensmittelkontrolle musste beanstandet werden
Im Jahr 2021 haben die Lebensmittelkontrolleure in den Kantonen Graubünden und Glarus insgesamt 990 Proben in Verpflegungsbetrieben wie Restaurants, Kantinen, Spitalküchen oder Catering-Services erhoben, wovon 229 (23,1 Prozent) die mikrobiologischen Vorgaben der Gastrobranche nicht erfüllten, wie der Kanton Glarus in einer Mitteilung schreibt.
Nachkontrollen
In Betrieben mit sehr schlechten Resultaten wurden Nachkontrollen durchgeführt, um den Erfolg der Verbesserungsmassnahmen zu überprüfen. Hier mussten immer noch 15 von 61 Proben beanstandet werden. Zu guter Letzt wurden noch 33 Proben ad hoc erhoben, von denen aber nur drei zu beanstanden waren. In der Summe erfüllten 247 von 1084 Proben die mikrobiologischen Anforderungen der Branche nicht. Das entspricht einem Anteil von 22,8 Prozent. Das bedeute zwar ein etwas besseres Resultat als im Vorjahr (23,4 Prozent), verdeutliche aber auch die Notwendigkeit amtlicher Probenahmen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Zubereitung und Lagerung überprüft
Gegenstand der Probenahme waren zubereitete Speisen, die je nach Zusammensetzung als heikel gelten, da sie bei unsachgemässer Zubereitung oder Lagerung schnell verderben können. Als Gradmesser für eine gute Verfahrenspraxis im Gastgewerbe gelten die mikrobiologischen Kriterien gemäss der Branchenleitlinie. Dazu ist es notwendig, die Grundregeln der Hygiene betreffend Personal, Infrastruktur, Rohstoffe, Herstellung, Temperaturführung, Lagerung und Entsorgung zu beachten.