In dieser Zürcher Kinderkrippe wird nur Rätoromanisch gesprochen
Über 300 private und städtische Kindertagesstätten gibt es in der Stadt Zürich. Mit der Canorta Rumantscha Turitg ist 2016 eine Krippe dazugekommen, die vor allem für in Zürich lebende Romanisch sprechende Eltern ein Segen ist. Peter Vesti, Livio Cathomen, Remo Pfister, Christian Casanova und Linus Cantieni sind fünf romanische Väter, die mit Zürcherinnen liiert sind. Sie riefen die Canorta Rumantscha ins Leben, um gegen das Aussterben ihrer Muttersprache in der Schweiz anzukämpfen und damit das Rätoromanische als kulturelles Erbe in ihren Familien erhalten bleibt. Es ist bis heute die einzige Krippe in Zürich, in der Rätoromanisch gesprochen wird.
Seit der Gründung 2016 hat sich am Zeltweg inmitten der Stadt einiges getan. Die Kinderkrippe hat sich nicht nur bei vielen Rätoromaninnen und Rätoromanen herumgesprochen, sondern ist seit diesem Sommer vollumfänglich in den Betrieb der Stiftung GFZ (ehemals Gemeinnützige Frauen Zürich) integriert. Heisst, die Stiftung ist jetzt die Betreiberin der Kinderkrippe und nicht mehr der Verein «Canorta Rumantscha Turitg», der bis zum Besitzerwechsel im August das finanzielle Risiko trug.
Ausserdem wurden auch neue Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Der Krippenplatz war zwar vor der Transformation im gleichen Gebäude wie jetzt, befand sich aber im untersten Stock und musste stets nach Feierabend vom Canorta-Team für andere Mieter wieder freigemacht werden. Nun hat die Canorta seit der Eingliederung in die Stiftung GFZ im vierten Stock einen festen und permanent eingerichteten Krippenplatz.
Seit nun sechs Jahren bietet die Canorta Rumantscha Turitg jeweils am Montag romanische Kinderbetreuung an. Wie es genau zur Gründung dieser Krippe kam, warum Eltern es wichtig finden, ihre Kinder dorthin zu schicken, und wie die Arbeit einer Betreuerin in einer romanischen Krippe aussieht, seht ihr im Video oben.