Impfmarathon im Kongresszentrum Davos
Am Mittwoch ging es im Kongresszentrum zu und her wie im Taubenschlag. Oder «wie beim Jahrgängertreffen», wie Walter Kistler, Leiter des Pandemie-stabs am Spital Davos, mit einem Grinsen bemerkte. Kaum Wunder, denn an diesem Tag hatte man sich vorgenommen, die letzten verbliebenen Impfwilligen aus der Gruppe der über 75-jährigen sowie erste Personen aus der Gruppe der über 65-jährigen und weitere Hochrisikopatienten zu impfen. Von frühmorgens bis abends wurden 390 Dosen des Impfstoffs «Pfizer-BioNTech» verabreicht. Dieser ist im Umgang komplizierter als der sonst verwendete Moderna-Impfstoff. Zum Beispiel muss eine ungebrochene Kühlkette und ein erschütterungsfreier Transport garantiert sein, sodass das Mittel nur bei gross angelegten Aktionen wie an diesem Mittwoch zum Einsatz kommt. Am Morgen war der Impfstoff von drei Mitarbeitenden des Kantons nach Davos gebracht worden, während des ganzen Tags hielten 17 Mitarbeitende des Spitals fünf Impfstrassen am Laufen. «Das ist ein grosser zusätzlicher Aufwand für unser kleines Spital», sagt dessen Direktor Daniel Patsch. «Denn gleichzeitig muss der normale Betrieb aufrecht erhalten bleiben.» Es sei jedoch ein Effort, den das Spital und seine Belegschaft für die Gesundheit der Davoser Bevölkerung gerne zu leisten bereit sei. Eine zweite solche Grossaktion ist auf den 28. April geplant. Dann wird den frisch Geimpften die zweite Dosis verabreicht.