Spontan im Reality-TV
Von Riccarda Hartmann
Sie balanciert über eine Stange neben dem Schiff, in dem sie mit neun weiteren jungen Leuten für mehrere Tage in Berlin unterkommt. Die graue Mütze montiert, denn es ist Anfang des Jahres. So ist Sophie Brändli in der ersten Folge der Serie «Jung, wild & sexy: Refilled» zu sehen. Sie würde vieles aus Impulsen heraus tun, meint sie. Solange es niemanden stören und sie niemandem Schaden zufügen würde. So auch über das Geländer spazieren und mit anderen jungen Menschen nach Berlin gehen, um Party zu machen und dabei gefilmt zu werden. Das ist auch gleich das Konzept der Reality-TV-Serie «Jung, wild & sexy», deren zweite Staffel des Remakes man auf «oneplus» streamen kann. Jeden Mittwoch eine Folge. Zurück aus Berlin und nicht mehr vor der Kamera, anfang Mai in Arosa. Es ist wärmer und die 20-Jährige trägt nicht ihre graue Mütze. Dafür setzt sie sich ihre grosse, dunkle Sonnenbrille auf beim Spaziergang um den Obersee.
Es war eine Möglichkeit für einen Tapetenwechsel.»Sophie Brändli
Wie kommt man überhaupt zu einem solchen Format? Oder, wie landete Sophie Brändli in Berlin? Ein Telefonat, während dem Lumumba-Trinken mit einem Freund nach einem Tag auf der Piste, gab den Anstupser. Jemand meldete Sophie Brändli für die Serie an und Zuständige wollten sie nun kennenlernen. Sophie Brändli, die vorher noch nie etwas von «Jung, wild & sexy» gehört hatte und dachte, dass es sich um einen Telefonstreich handelte, sagte, dass sie ein paar Minuten Zeit bräuchte, um es sich zu überlegen. Dann googelte sie. Schaute den Trailer. Rief zurück. Und meldete sich an. Spontan und ohne grosse Erwartungen ging sie an das Casting und stieg später dann in den Zug nach Berlin. Für mehrere Tage Party. «Es war eine Möglichkeit für einen Tapetenwechsel», erklärt sie. Etwas Anderes, etwas Neues, nachdem sie die Wintersaison in einer Bar in Arosa durchgearbeitet hat.