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Leben & Freizeit

Im Glarnerland soll ein Netzwerk für mehr Biodiversität entstehen

Südostschweiz
14.12.2021, 11:23 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

In der Schweiz stehen weniger als zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz. Damit ist die Schweiz das Schlusslicht in Europa. Aus diesem Grund brauche es eine Infrastruktur, um der Natur genügend Raum zu geben – die «Ökologische Infrastruktur». Das teilt der Kanton Glarus in einer Mitteilung mit. Durch ein Flächennetzwerk soll die vorhandene Vielfalt an Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten erhalten und die Biodiversität gefördert werden. Der Kanton Glarus hat sich gegenüber dem Bund verpflichtet, die «Ökologische Infrastruktur» aus lokaler und regionaler Ebene zu planen und mit den Nachbarkantonen abzustimmen.

Ökologische Infrastruktur

Die «Ökologische Infrastruktur» besteht aus Kern- und Vernetzungsgebieten. In den Kerngebieten können sich Arten entwickeln und fortpflanzen. Dazu zählen zum Beispiel kantonale Schutzgebiete wie das Auengebiet im Klöntal oder auch Moore, Trockenwiesen und Waldreservate. Vernetzungsgebiete verbinden diese Kerngebiete miteinander. «Dadurch können sich Arten ausbreiten, im Raum bewegen und stabile Populationen aufbauen», heisst es weiter. Beispielsweise Fledermäuse könnten so von ihren Schlafquartieren entlang von Hecken, Waldränden oder Gewässer zu ihren Jagdlebensräumen in Wäldern gelangen.

Durch Vernetzungsgebiete können sich Arten ausbreiten, im Raum bewegen und stabile Populationen aufbauen.

Kanton Glarus,

Damit diese Netzwerke funktionieren, müssen ihre Bestandteile eine genügend hohe Qualität aufweisen und genug gross sein. Die Planung der Netzwerke müsste bis 2024 vorliegen. Bis 2040 soll die «Ökologische Infrastruktur» schlussendlich verwirklicht sein. 

(nen)

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