Idaheim und Brunnerhaus können saniert werden
Gleich zwei denkmalgeschützte Gebäude im Kanton Glarus benötigen dringend eine Aussensanierung: Das Idaheim in Näfels und das Brunnerhaus in Glarus. Aufgrund ihrer Einstufung durch den Bund sowie ihrer Bedeutung im jeweiligen Ortsbild werden ihre Sanierungen mit Denkmalpflege-Beiträgen unterstützt, wie der Regierungsrat am Mittwoch mitteilt.
Idaheim nur Aussen unter Schutz
Das als Kinderkrippe genutzte Idaheim muss nicht nur aussen, sondern auch innen saniert werden. Seit den späten 1970er-Jahren wurde es nicht mehr erneuert, auch nicht teilweise. Besonders für die Fassaden und das Dach seien denkmalpflegerische Massnahmen nötig, heisst es. An diesen Arbeiten beteiligen sich der Bund mit maximal rund 126'000 Franken, der Kanton mit maximal rund 105'600 Franken und die Gemeinde mit maximal rund 70'400 Franken.
1964 wurde es unter Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft gestellt, 1978 unter Schutz des Kantons Glarus. Es ist zudem im aktuellen Zonenplan der Gemeinde Glarus Nord als geschütztes Baudenkmal bezeichnet. Da im Innern der kulturhistorische Wert nach einer Renovation in den 1960er-Jahren komplett verloren gegangen ist, unterliegen die inneren Restaurierungsarbeiten keinen denkmalpflegerischen Auflagen.
Beim Brunnerhaus in Glarus werden die Aussenhülle und das Dach vollständig restauriert. Ausserdem werden die Pavillons im Garten, die Gartenmauern und die Pflästerungen repariert. Bei dem Projekt sind Kosten von 572'800 Franken beitragsberechtigt. Maximal rund 114'500 Franken davon übernimmt der Bund, rund 96'000 Franken der Kanton und rund 64'000 Franken die Gemeinde.
Das Brunnerhaus ist seit 1997 geschützt, wie es in der Mitteilung des Regierungsrates heisst. Wegen der Wappenscheiben-Sammlung steht es ausserdem im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung. Das Brunnerhaus ist eines von wenigen Bürgerhäusern aus der Zeit vor dem Brand von Glarus von 1861. (rac)