Graubünden knackt die 200'000-Marke
Das Bündner Bevölkerungswachstum lag im Jahr 2020 mit 0,54 Prozent etwas unter dem nationalen Mittelwert von 0,75 Prozent. Damit liegt Graubünden hinter den Kantonen Thurgau, Waadt, Freiburg und Aargau, die am meisten neue Einwohnerinnen und Einwohner zählen. Der Hauptanteil des schweizweiten Bevölkerungswachstums liege daran, dass im Jahr 2020 rund 53'800 Personen mehr in die Schweiz eingewandert, als ausgewandert seien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Ende des letzten Jahres wohnten 200'096 Personen in Graubünden.
Graubünden wächst unterschiedlich stark
Am stärksten ist die Bevölkerung im 2020 in den Bündner Regionen Albula, Moesa und Imboden gewachsen. Wobei sich das Wachstum vorwiegend auf die Haupttalachsen des Bündner Rheintals und der Mesolcina, sowie auf die an touristische Kerngemeinden angrenzenden Gebiete konzentriert. In den Regionen Bernina und Engiadina Bassa/Val Müstair habe die ständige Wohnbevölkerung im letzten Jahr hingegen abgenommen, heisst es weiter. In absoluten Zahlen betrachtet, haben die Regionen Plessur (plus 376 Personen) und Imboden (plus 207 Personen) den grössten Zugang bei der Wohnbevölkerung verzeichnet.
Ein Blick auf die 15 Bündner Gemeinden mit über 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern verrät, dass im letzten Jahr Thusis, St. Moritz und Chur am stärksten gewachsen sind. Innerhalb dieser Gruppe der grössten Bündner Gemeinden verzeichneten Poschiavo, Klosters, Landquart und Davos einen Bevölkerungsrückgang.