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Leben und Freizeit

Graubünden hat seine ersten Wasser-Sommeliers

Sommeliers gibt es für Wein, für Bier und neuerdings auch für Wasser. Was nach einem verfrühten Aprilscherz klingt, ist bitterer Ernst. Anlässlich der Zertifikatsfeier konnten die ersten acht Schweizer Wasser-Sommeliers ausgezeichnet werden. Darunter eine Bündnerin und ein Bündner.
15.01.2019, 21:14 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Darf es heute ein stilles Quellwässerchen sein oder doch lieber ein Mineralwasser mit kräftigem Abgang? Oder bleiben Sie beim drei Tage alten Blumenvasen-Wasser? So oder ähnlich dürfte sich manch einer die Situation vorstellen, wenn er künftig von einem Wasser-Sommelier beraten wird.

Im vergangenen Herbst nahmen acht Teilnehmer am erstmals stattfindenden Seminar «Der Schweizer Wasser-Sommelier - Professionell im Verkauf von Mineralwasser und alkoholfreien Essensbegleitern» teil. Am Dienstag konnten die Organisatoren des fünftägigen Lehrgangs allen acht Teilnehmern zur bestandenen Prüfung und zum Erhalt des Wasser-Sommelier-Zertifikats gratulieren.

Neue (Wasser-)Welten

GastroSuisse und der Verband Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten (SMS) haben den Lehrgang gemeinsam auf die Beine gestellt und ziehen ein positives Fazit: «Das meist getrunkene Getränk in der Gastronomie hat einen höheren Stellenwert verdient. Durch die Wasser-Sommeliers eröffnen sich für Gäste ganz neue Geschmackswelten», schreibt Daniel Borner, Direktor von GastroSuisse in einer Mitteilung. Die zertifizierten «Wasser-Botschafter» seien in der Lage, für jede Situation und für jede Person das passende Mineralwasser zu finden, schreiben die Organisatoren weiter.

Wasser-Sommelier zum Zweiten

Unter den acht ersten Wasser-Sommeliers der Schweiz kommen zwei aus dem Kanton Graubünden. Niemand kann Urban Räber aus Chur und Claudia Vontobel aus Scuol in Sachen Wasser, das Wasser reichen. Sie werden künftig ihr Wissen in Restaurants, Bars oder an Wasser-Degustationen weitergeben.

Wer sich jetzt denkt: «Ist doch nur Mineralwasser», der kann sich kommenden Herbst eines Besseren belehren lassen. Dann findet das fünftägige Seminar nämlich zum zweiten Mal statt. Kostenpunkt: 1200 oder 1600 Franken, je nach dem, ob man einem Mitglied-Betrieb angehört oder nicht. Immerhin ist dafür die «umfangreiche Degutstation» im Preis inbegriffen. Na dann Prost!

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