Glarner Kinder singen und zeichnen für andere Kinder
Wer kennt die Kinderlieder «Dr Hans im Schnäggeloch» und «Räge, Räge, Tröpfli» nicht? Wohl jede Schweizerin oder jeder Schweizer wurde früher oder später mit diesen konfrontiert, auch wenn es bei vielen vermutlich schon länger her ist. Die Corona-Pandemie führt momentan dazu, dass viele Familien mehr gemeinsame Zeit miteinander verbringen als üblich. Es ist nicht immer einfach, die Kinder den ganzen Tag sinnvoll zu beschäftigen.
Wie wäre es also mit gemeinsamem Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen? In der neuen Reihe des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) «Lose! Luege! Liedli!» aus dem Bereich Familie laden sechs bekannte Schweizer Kinderlieder laut einer SRF-Mitteilung zum Mitsingen ein und sorgen für Ohrwürmer bei Kindern und ihren Eltern.
Sofort begeistert
Das Musikprojekt mit den Kindern im Mittelpunkt entstand in Zusammenarbeit mit der Kinderkrippe Glarus, dem Kindergarten und der Schule Erlen Glarus sowie Schweizer Musikerinnen und Musikern. «Wir wurden vom Schweizer Fernsehen angefragt, ob wir daran teilnehmen möchten. Wir waren sofort begeistert, und nach Rücksprache mit den Eltern und deren Einverständnis haben wir zugesagt», sagt Lorenzo Conte. Und dann ergänzt der Schulleiter der Schule Erlen in Glarus: «Es ist doch schön, in der jetzigen Zeit mit den vielen negativen Nachrichten etwas Positives auf die Beine zu stellen.»
Die Gitarre macht es einfacher
Initiiert hat das Musikprojekt Meret Köhler. Die gebürtige Stäfnerin ist beim Schweizer Fernsehen als Multimedia-Redaktorin im Bereich Jugend, Familien und Unterhaltung tätig. «Das SRF suchte neue Formate, und ich hatte die Idee für dieses Musikprojekt. Ich habe damit einen internen Wettbewerb gewonnen und nun dazu Kinder benötigt», erklärt Köhler.
Die 45-Jährige aus Glarus hat selber zwei Töchter, fünf und acht Jahre alt. Sie besuchen den Kindergarten und die zweite Klasse im Erlen. «Die Mädchen singen sehr gerne und waren stark in das Projekt involviert. Mein Mann hat im November des letzten Jahres die Lieder mit den Klassengspänli meiner Kinder und der Kinderkrippe aufgenommen.» Ihr Mann habe die Kinder dabei mit der Gitarre begleitet, erzählt Köhler. «Durch die Melodie wurde ihnen das Mitsingen erleichtert.»