Bündner Gemeinden fehlen in den Top 100
In welcher Gemeinde der Schweiz lebt es sich am besten? Dieser Frage ist die «Handelszeitung» im grossen Gemeinderating der Schweiz nachgegangen. Gemäss einem Bericht ist es die einzige Studie der Schweiz, die die Attraktivität von Gemeinden in allen Kantonen misst.
Wie es weiter heisst, wurden dabei alle Schweizer Gemeinden mit über 2000 Einwohnern auf über fünfzig Kriterien untersucht. Ein besonderes Augenmerk legten die Forschenden dabei auf die Kriterien Wohnqualität, Steuern, Erreichbarkeit, Versorgung, Sicherheit und Arbeitsplatzsituation. Die restlichen Gemeinden seien zu klein und daher schlecht vergleichbar. Insgesamt wurden somit 944 von den 2145 Schweizer Gemeinden analysiert.
Zug führt das Rating an
Am bestens schneiden dabei Gemeinden aus dem Kanton Zug ab. Cham führt das Ranking an, gefolgt von Zug und Risch. Schon im letzten Jahr waren diese drei an der Spitze, wenn einfach in anderer Reihenfolge (1. Risch, 2. Cham, 3. Zug).
In die Top 20 des aktuellen Ratings schaffen es zudem Gemeinden aus den Kantonen Schwyz, Zürich, Luzern und Nidwalden. Die Kantone Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Aargau, Basel-Landschaft, St. Gallen und Obwalden sind schliesslich unter den Top 100 zu finden. Bündner Gemeinden hingegen finden sich erst ab Platz 177 mit Chur.
In Chur lebt es sich am besten
Auch wenn Chur mit Platz 177 eher bescheiden abschneidet, gehört die Alpenstadt im Rating zu den grossen Gewinnern. Im Vergleich zum letzten Jahr konnte sich Chur um über 200 Plätze verbessern. So belegte die Bündner Hauptstadt vor einem Jahr noch Platz 414.
Das Chur als beste Bündner Gemeinde abschneidet, liege an den zusätzlichen Angeboten für Jugendliche. Sporthallen seien gebaut worden, Musik- und Sportevents würden unterstützt, seit 2014 stelle die Stadt Flächen für legale Graffitis zur Verfügung, heisst es weiter.