Humorvoller Geschichtsblick: Wenn Arosa ein Hollywood hätte und Chur die Schweizer Hauptstadt wäre
Jede Ecke unseres Kantons erzählt ihre ganz eigene Geschichte. Ab und an reichen die Folgen dieser historischen Ereignisse bis in die Gegenwart. Doch was, wenn sich die Geschichte Graubündens nur ein wenig anders entwickelt hätte? Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es gewesen wäre, wenn bedeutende weltweite Ereignisse hier in der Südostschweiz stattgefunden hätten?
Lasst uns gemeinsam herausfinden, wie die Dinge hätten sein können. Seid ihr bereit für eine Reise durch alternative historische Momente in Graubünden?
Chur als Hauptstadt der Schweiz
Wir gehen gemäss verschiedenen Quellen ins Jahr 1848 zurück. In der Schweiz wird gerade heftig über die Wahl einer möglichen Hauptstadt diskutiert. Zu diesem Zeitpunkt existieren nur sogenannte Vororte. Zürich, Bern und Luzern werden als mögliche Kandidaten für die zukünftige Hauptstadt erwogen. Schliesslich wird ein Kompromiss gefunden, um die Hauptstadtfrage zu klären. Die Bundesversammlung entscheidet sich für Bern als Bundessitz der Schweiz. Lausanne, Luzern und Zürich sollen Standorte für andere hohe Institutionen des Bundes werden. So weit, so gut. Aber was wäre, wenn Chur als Hauptstadt ausgewählt worden wäre?
Spulen wir nochmals zum Anfang zurück. Dieses Mal steht auch Chur auf der Liste der Kandidaten. Und tatsächlich entscheidet sich die Bundesversammlung für die kleine, aber feine Stadt als Bundessitz. Damals wurde die Entscheidung vonseiten der Bundesversammlung mit der Sprachenvielfalt Graubündens begründet, die Deutsch, Italienisch und Romanisch umfasst. Seitdem versammeln sich die sieben Bundesräte im «Bündner Bundeschalet» in Chur. Es wurde zur Tradition, dass die Politikerinnen und Politiker während der Pausen ihrer Besprechungen eine Runde auf dem Quadereis drehen. Und natürlich gibt es jedes Jahr ein grosses «Bündner Bundesfest», bei dem Churer Fleischtorte und Capuns serviert werden.