Es bleibt dabei: Im Glarnerland ist es für die Jahreszeit viel zu warm
von Felix Blumer*
Wir haben uns an die Rekordmeldungen bezüglich Temperaturen in diesem Jahr schon bald gewöhnt. Nach dem mit Abstand wärmsten Oktober seit Messbeginn war auch der November in der ganzen Schweiz massiv zu warm. Gegenüber der klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990 war er im Norden mehr als 3 Grad zu warm, im Süden betrug der Temperaturüberschuss knapp 3 Grad.
Besonders im westlichen Mittelland war der vergangene Monat sehr warm. An den meisten Orten, unter anderem auch in Genf und in Bern, wo seit 1864 gemessen wird, verzeichnete man den zweitwärmsten November überhaupt. Im Osten war es teilweise der drittwärmste November. Generell war der November 1994 noch wärmer. Nicht ganz so warm war es in unserem Kanton. In Glarus betrug der Temperaturüberschuss 2,9 Grad, in Elm waren es sogar 3,3 Grad. Entsprechend wurde in der Stadt der sechstwärmste November seit Messbeginn registriert, in Elm allerdings nur der zehntwärmste. Dies hat in Elm primär damit zu tun, dass der Föhn auch schon kräftiger war als im November 2022.
Extremer Start in den Monat und ein echter Martinisommer
An vielen Orten auf der Alpennordseite gab es die höchsten Monatstemperaturen schon während der ersten drei Stunden des Monats, also mitten in der Nacht. So wurden in Elm am frühen Morgen des ersten Novembers 18,1 Grad gemessen. Auch im Kantonshauptort wurde der Monatshöchstwert am Morgen von Allerheiligen verzeichnet mit 16 Grad. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Monatshöchstwert in unserem Land gemessen. 21,3 Grad zeigte das Thermometer in Altdorf. Mit Südwestwind wurden in der Nordwestschweiz speziell am 8. November sehr hohe Temperaturen registriert, so in Delsberg mit 19,3 Grad.