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Leben & Freizeit

Fasnachtsbräuche erklärt

Südostschweiz
24.02.2022, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Am 11.11. um 11.11 Uhr wird die Fasnacht eingeläutet. Warum aber? Einige Erklärungen zur fünften Jahreszeit.

Warum feiern wir Fasnacht?

Der exakte Ursprung der Fasnacht ist wie bei vielen anderen Bräuchen nicht eindeutig geklärt. Das Brauchtum kommt jedoch von der katholischen Kirche. Die «Fastnacht» signalisiert die Zeit vor der vierzigtägigen Fastenzeit. Die Fasnachtstage zuvor halfen früher, die Vorräte an verderblichen Speisen aufzubrauchen und noch einmal richtig zu feiern. Es wurde üppig gegessen und gefeiert, bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit begann. Diese dauert bis Ostern.

Warum der 11.11.?

Jedes Jahr am 11.11. freut sich das Fasnachtsherz bereits das erste Mal. Die Fasnacht wird eingeläutet. Warum es genau dieses Datum trifft, hat verschiedene mögliche Gründe: Früher begann am 11.11. die Fastenzeit, die bis Weihnachten anhielt. Hier entsteht eine Parallele zur Fastenzeit vor Ostern. Eine weitere Begründung ist die Zahl elf. Sie steht zwischen zehn und zwölf, welche beide symbolische Bedeutungen haben: Die Zehn symbolisiert die 10 Gebote, die zehn Finger und das Dezimalsystem – die göttliche Ordnung. Die Zwölf symbolisiert die Vollkommenheit in Formen der 12 Sternzeichen, 12 Götter im Olymp und der 12 Apostel Jesu. Somit ist die Zahl 11 die närrische Zahl dazwischen. 

Warum Konfetti?

Das Wort Konfetti wird vom altitalienischen Wort «confetto» abgeleitet. Es heisst so viel wie «Zuckerzeug» oder «kleines Konfekt». Schon früher warfen die Leute Süssigkeiten an den Umzügen in die Menge, darunter auch Zuckerkügelchen, die «confettis». Später ging man dazu über, Konfetti aus Papier zu verwenden – es war günstiger und man musste keinen Zucker vom Boden aufnehmen. Heute gibt's Süsses immer noch, aber verpackt. 

Warum Kostüme und Guggen?

Mit den fasnächtlichen Kostümen wird ein keltischer Brauch weitergeführt. Früher wurden nämlich die Wintergeister damit vertrieben und der fruchtbare Frühling empfangen. Dies geschah mit furchteinflössenden Masken, zottligen Kostümen und lauter Musik.

(nua)

 

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