«Es ist einfach geil»
Schon bei der ersten Begegnung noch vor den Türen zum Stadion wird der Berichterstatterin die Bedeutung des Moments klar gemacht. «Es ist einfach nur schön», sagt ein Matchbesucher, der seit dem Lockdown nie mehr kommen konnte. Ihm geht es offenbar wie vielen anderen, denn der Zuschaueraufmarsch ist für einen Dienstag-Match und gegen einen Gegner ohne grosse örtliche Fanbasis aussergewöhnlich. Markus Glarner, HCD-Medienverantwortlicher, berichtet von 4429 Zuschauern. «Dafür gibt es sicher drei Gründe», sagt er. «Es wurden sehr viele Einzeltickets verkauft. Das zeigt, dass viele Gäste in Davos sind.» Geholfen habe auch das unfreundliche Wetter. «Die Leute gehen einkaufen und überlegen sich Abendunterhaltungen.» Am meisten Einfluss habe aber sicher das Wegfallen von Zertifikats- und Maskenpflicht gehabt.
Im Eisstadion trifft die Berichterstatterin auf Remo Pinggera, Fanverantwortlicher des HCD. In dieser Funktion ist er Verbindungsglied zwischen der Clubleitung und den Fanclubs. Nach den Geisterspielen, den Spielen mit Zertifikatspflicht und den «maskierten» Partien sei es nun einfach ein unglaubliches Glücksgefühl, «einfach wieder so» hier sein zu können. Gleichzeitig windet er «seinen» Fans einen grossen Kranz: «Sie gaben die Devise heraus ‹Hauptsache Spiel› und sorgten intern dafür, dass die Maske getragen wurde. Ich weiss von anderen Clubs, bei denen das praktisch nicht funktionierte.» Umgekehrt habe der Sicherheitsdienst des HCDs die Maskenpflicht bei allen Besuchern nicht nur kontrolliert, sondern auch durchgesetzt. «Niemand wollte zurück zu Geisterspielen.»