Es geht doch noch auf Schulreise
Noch zwei Wochen sind es bis zu den Sommerferien. Damit beginnt auch die Schulreisezeit, in der gewöhnlich Schulklassen aller Stufen ausschwärmen und gut sichtbar Perrons und Zugabteile in Besitz nehmen. Auch dieses Jahr finden Schulexkursionen statt. Wenn auch coronabedingt etwas anders.
Per 8. Juni wurden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Restriktionen für Schulanlässe und Exkursionen und auch für Klassenlager gelockert. Was bedeutet: Schulreisen, Exkursionen, Waldtage und auch Klassenlager sind möglich, wenn die allgemeinen BAG-Schutzmassnahmen eingehalten werden. Dies bestätigt die kantonale Bildungsdirektion des Kantons Glarus, die keine zusätzlichen Regelungen dazu erlassen hat und das entsprechende Merkblatt für den Kanton Glarus zu schulischen Veranstaltungen auf dem Online-Schalter aktualisiert hat. Es darf also losgehen.
Glarnerland und Umgebung
Peter Zentner, Leiter der Schulen in Glarus Süd, erklärt zum Thema: «Wir haben die Möglichkeit für Schulreisen nicht so weit aufgemacht, wie es möglich ist.» Erlaubt sind in Glarus Süd Tagesschulreisen im Kanton Glarus und Anlässe mit einer Übernachtung.
Als Beispiel nennt Zentner eine geplante Abschluss-Exkursion mit Übernachtung im Klöntal. Dabei zelte die Schulklasse bei einem Bauern. Das WC werde von den Schülerinnen und Schülern in einem Restaurant unter Einhaltung des Schutzkonzeptes des Restaurants benutzt, so Zentner. Es sei zwar schön und recht, alles erlauben zu dürfen. Aufgrund der Schutzkonzepte gebe es bei der Organisationen aber doch viele Einschränkungen. Das Motto in Glarus Süd sei klar, sich auf einen guten Abschluss des Schuljahres zu konzentrieren.
«Schulreisen und Exkursion sind zulässig», sagt auch Marie Hélène Stäger. Die Möglichkeiten werden laut der Leiterin der Schulen in Glarus Nord im vernünftigen Rahmen interpretiert. «Die Lehrerinnen und Lehrer wissen selbst, was drinliegt», so Stäger. Etwas Weniges habe sie geregelt. So seien die Ausflüge möglichst nahe beim Kanton Glarus zu planen und möglichst wenig belastete ÖV-Linien zu benutzen. «Wir haben besonders für Abschlussklassen auch Übernachtungen zugelassen, wenn die Organisation ein Schutzkonzept vorweist. Die Lehrerinnen und Lehrer beantragten die Exkursionen also wie immer.» Sollten sie unsicher sein, könnten sie sich bei ihr melden, so Stäger weiter. Es werde vermutlich niemand diesen Sommer ins Verkehrshaus Luzern reisen. Wichtig sei, dass der soziale Charakter der Schulreisen Platz habe, sei dies beim Grillieren am See oder bei einem gemeinsamen Eisbecher irgendwo im Glarnerland.