Erste Bilder zeigen unerwartete Strukturen
«Ziel der Untersuchungen ist es, ohne Grabungen archäologische Strukturen aufzufinden», sagte Thomas Reitmaier. Wie der Bündner Kantonsarchäologe auf Anfrage weiter erklärte, kamen seit Mitte Oktober ausserhalb der Klostermauern innovative motorisierte und handbetriebene Geräte für Bodenradar- und Geomagnetikmessungen zum Einsatz. Dies zwar nicht zum ersten Mal im Kanton, aber doch erstmals beim Kloster Müstair.
Beim Bodenradar werden Radarwellen in den Boden geschickt. Treffen sie auf Hindernisse, werden sie reflektiert, so Reitmaier. Dadurch lassen sich Mauern, Gräben, Wege, Gräber und andere bauliche Strukturen nachweisen.
Ohne teure und lange Grabarbeiten
In der Geomagnetik werden Unregelmässigkeiten im Magnetfeld der Erde gemessen, die durch im Boden verborgene Strukturen und Objekte verursacht werden. Die Kombination beider Methoden ermöglicht es, eine grösstmögliche Menge an Informationen darüber zu sammeln, was sich im Boden befindet, schreibt das Kloster in einer Mitteilung dazu.
Durch die Geräte konnte in nur zwei Tagen eine Fläche von vier Hektaren bis zu einer Tiefe von zwei Metern erkundet werden, heisst es weiter. Laut Reitmaier ist der grosse Vorteil dabei, dass keine teuren und langwierigen Grabarbeiten nötig sind. Hinzu kommt, dass