Erste alpenweite Analyse zeigt: Weniger Schnee in den Bergen
Ein internationales Team von Forschenden hat erstmals Schneedaten aus dem gesamten Alpenraum zusammengetragen und mit einer einheitlichen Methode ausgewertet. Dies schreibt das Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) in Davos. Die Auswertung umfasse Daten von mehr als 2000 Messstationen aus sechs Ländern und behandle die Entwicklung der letzten 50 Jahre. An der Studie seien auch das SLF sowie Meteo Schweiz beteiligt, heisst es weiter.
Die Studie bestätige nun die früheren Beobachtungen, dass Schneehöhen und Schneebedeckung in den Alpen tendenziell zurückgingen. Dabei hätte sich aber auch gezeigt, dass nicht alle Regionen gleichermassen vom Schneerückgang betroffen seien. Vielmehr hätten sich fünf Regionen herauskristallisiert, die verschiedenen Schneeklimatischen Zonen der Alpen entsprächen.
«Das zeigt, dass Beobachtungen aus nur einer Region nicht verallgemeinert werden können, sondern dass man die Entwicklung differenziert betrachten muss», sagt Co-Autor und Meteo-Schweiz-Mitarbeiter Sven Kotlarski.
Die Daten, die für die Analyse erhoben wurden, sind zu grossen Teilen frei zugänglich, damit künftig auch andere Forscher diese für ihre Studien nützen können. Wer sich für diese Daten interessiert, kann sie hier einsehen.