Erneuter «Snowfarming»-Versuch in Pontresina
Den Schnee für die nächste Saison konservieren – Das macht Davos bereits seit über einem Jahrzehnt und kann den konservierten Schnee für die Präparierung einer vier Kilometer langen Langlaufloipe im Herbst verwenden. Die Gemeinde Pontresina will das so genannte «Snowfarming» nach einem bereits gescheiterten Versuch vor zwei Jahren erneut testen.
Damals ist der Versuch an einer rund 100-jährigen Wasserleitung, welche unter dem vorgesehenen Schneedepot auf der Schlosswiese verlief, gescheitert und musste abgebrochen werden. Die Wasserleitung wurde nun erneuert, weshalb ein erneuter Testversuch möglich ist.
Snowfarming-Versuch abgebrochen
Verschiedene Faktoren spielen mit
700 Kubikmeter Schnee liegen nun in einem Haufen auf der Schlosswiese und werden beobachtet. «Mit monatlichen Messungen wollen wir feststellen, wie viel Schnee über den Sommer abschmilzt», sagt der zuständige Gemeindevorstand Roland Hinzer gegenüber der Engadiner Post. Diese Daten liefern dann die Entscheidungsgrundlagen für das zukünftige Snowfarming.
Die Wahl des Standortes ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So sollte der Platz möglichst wenig der Sonnenstrahlung ausgesetzt sein und in der Nähe der Loipe sein, die im Herbst präpariert wird. Anders als in Davos, soll der Schneehaufen, der über die Sommermonate im Freien konserviert wird, nicht mit Sägemehl überdeckt werden, sondern mit Vlies und Isolationsplatten. «Der Standort auf der Schlosswiese ist zu wenig gross, um im Sommer eine riesige Lagerung an Sägemehl machen zu können», so Hinzer. Erfahrungswerte aus Davos zeigen, dass nur 30 Prozent des gelagerten Schnees, wenn er mit Sägemehl überdeckt ist, verloren gehen. In Pontresina wird auch mit einem Verlust von 30 Prozent gerechnet. Bei einem höheren Verlust, werde die Übung wohl abgebrochen, so Hinzer. (abr)