Einsparungen machen keine Freude
Wenn sich Bürgerinnen und Bürger wie Marianne Christen mit ihrem Leserbrief zu Kürzungen von Leistungen der Gemeinde bemerkbar machen, so ist das absolut verständlich. Schliesslich hat die Leistung vor der Kürzung – hoffentlich auch – einen Nutzen erbracht, der dann aber mit der Leistungskürzung geschmälert wurde. Dem Kleinen Landrat ist es nicht leichtgefallen, Leistungen, die den Einwohnerinnen und Einwohnern sowie unseren Gästen dienen und geschätzt werden, durch Energieeinsparungen zu beeinträchtigen. Der Kleine Landrat hatte jedoch die Zielsetzung verfolgt, Energie derart einzusparen, dass keine grossen Leistungseinbussen geschehen, und dass trotz Einsparungen ein gutes Angebot für Einheimische und Gäste bestehen bleibt, auch im Hallen- und Erlebnisbad Eau-là-là.
Beim Hallenbad Eau-là-là richtet sich der Kleine Landrat vorwiegend nach den Empfehlungen des Verbands für Hallen- und Freibäder sowie nach den Eintrittszahlen und Nutzungsbedürfnissen der Badegäste. In den Monaten November und Dezember – bis vor Weihnachten – ist das geringste Gästeaufkommen während des gesamten Jahres festzustellen, und die Nachfrage ist insbesondere vor 14 Uhr sehr gering. Deshalb gelangte der Kleine Landrat zur Beurteilung, dass eine Verkürzung der Öffnungszeiten auf 14 bis 21 Uhr (anstatt 10 bis 22 Uhr) sowie das Ausschalten einer von drei Saunen vertretbar sind und nicht zu einer unverhältnismässigen Leistungseinbusse führen.
Gleich beurteilt der Kleine Landrat den Betrieb der Wasserrutsche, welche neu von Montag bis Freitag nur noch zwischen 13.30 und 17.30 Uhr in Betrieb genommen wird. Die Absenkung der Wasser- und Lufttemperaturen um 1°C erfolgte auf Empfehlung des nationalen Verbands für Hallen- und Freibäder. Das Schwimmerbecken weist nun eine Temperatur von 27°C, das Mehrzweckbecken von 30°C und das Kinderplanschbecken von 31°C aus. Spürbarer wirkt sich die bis vor Weihnachten vorgesehene Schliessung des Aussenbeckens aus. Da dieses Angebot einen sehr grossen Energieverbrauch ausweist (über einen Drittel der fossilen Energie des gesamten Hallenbads), liess sich ein Betrieb in der nachfrageschwächsten Zeit des Jahres und vor dem Hintergrund, auch tatsächliche Energieeinsparungen zu realisieren, nicht mehr vertreten.