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Leben & Freizeit

Das «Open Forum» ist zurück

Barbara Gassler
20.01.2023, 16:39 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Entsprechend zufrieden zeigt sich Michèle Mischler, verantwortlich beim World Economic Forum für das an die Öffentlichkeit gerichtete Format. «Dank des grösseren Raums mussten wir noch niemanden wegweisen.» Nicht verzichtet werden kann jedoch auf die vorgängige Registrierung. «Die Polizei besteht darauf. Immerhin reicht inzwischen eine einmalige Anmeldung für den freien Zutritt zu allen Veranstaltungen.» Eine besondere Freude ist ihr, welch grosse Auswahl an unterschiedlichen Menschen inzwischen ihre Stimmen am «Open ­Forum» (OF) erheben. «Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen, und in den Sessionen kommen Alte wie Junge zu Wort.» Wichtig ist ihr auch, so viele Vertreter von indigenen Gemeinschaften auftreten zu lassen wie möglich. Denn sie sind von der an diesem OF besprochenen Problematik «Unsere Umwelt: Erkenntnisse, Herausforderungen und Chancen des ­Klimawandels» oft besonders betroffen.

Regelmässig sitzen auf den Podien inzwischen auch eine andere Art von «Indigenen»: «Das OF richtet sich in erster Linie an Einheimische», sagt Mischler. «Entsprechend wichtig ist es, auch Einheimischen eine Stimme zu geben.» Vertreten wurden diese dieses Jahr von Nicole Keller, Geschäftsführerin von «GreenUp», einer Plattform für nachhaltiges Leben. «Weniger ist mehr», war denn auch ihre abschliessende Aussage am Podium «Klimagerechtigkeit fordern». Mit den anderen Panellisten habe sie sich vorher nur schriftlich ausgetauscht, erzählt sie später gegenüber der DZ. Sie nutzt die Erfahrung, um sich noch stärker für die ­Sache einzusetzen. «Ich habe hier junge Leute kennengelernt, mit denen ich in Kontakt bleiben werde», sagt sie.

Zum Thema «Wettlauf um die Energiewende» brachte Men Dellagiovanna, Leiter der Umweltfachstelle der Gemeinde, die lokale Sichtweise ein. «Wir müssen die Energieversorgung sicherstellen, um zu vermeiden, in Versuchung zu geraten, wieder auf fossile Energieträger zu setzen», lautete eines seiner Fazits. «Ich hätte noch mehr zu sagen gehabt», meinte er anschliessend gegenüber der DZ. «Doch ich konnte die lokale Sicht einbringen», gibt er sich zufrieden. Die Panellisten hätten sich erst kurz vor der Veranstaltung ein erstes Mal getroffen, erzählt er weiter, doch der Umfang der Fragen sei ihnen schon früher zugeschickt worden. Beide sind sich einig, dass die Teilnahme am Panel eine tolle Erfahrung war.