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Leben & Freizeit

Eines der besten Schutzgebiete der Welt

Südostschweiz
20.04.2021, 08:00 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Die Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN) hat zehn neue Gebiete in der Schweiz, Frankreich und Italien auf die Grüne Liste der Schutzgebiete aufgenommen. Damit werden nach globalem Standard die am besten geführten Schutzgebiete ausgezeichnet. Mit dabei ist auch der Schweizerische Nationalpark, wie die IUCN in einer Mitteilung schreibt.

Der 1914 in Graubünden gegründete Nationalpark ist nun als Naturschutzgebiet der höchsten IUCN-Kategorie gelistet. Er ist zudem Teil des Unesco-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair. Der Park umfasst 170 Quadratkilometer Wälder, subalpine und alpine Wiesen sowie vegetationslosen Flächen mit Felsen und Geröll. National bedrohte Arten wie der Steinadler und der Bartgeier brüten innerhalb seiner Grenzen. «Für den Schweizerischen Nationalpark ist es eine grosse Ehre, zum exklusiven Kreis der Naturschutzgebiete zu gehören, die auf der Grünen Liste stehen. Wir hoffen, damit auch andere Organisationen in der Schweiz zu einer Bewerbung für diese wertvolle Auszeichnung anzuregen», sagte Ruedi Haller, Direktor des Nationalparks gemäss Mitteilung.

Strenge Kriterien

Die Standorte auf der Grünen Liste der IUCN entsprechen den 17 Kriterien des IUCN Green List Standard. Diese sind in vier Komponenten unterteilt: Gute Führung, solides Design und Planung, effektives Management sowie ein erfolgreicher Schutz.

Die IUCN freue sich, dass sich eine Rekordzahl geschützter und erhaltener Gebiete neu für den begehrten IUCN-Status der Grünen Liste qualifiziert habe.

Sieben der neu zertifizierten Standorte befinden sich in Frankreich und erhöhen die Gesamtzahl des Landes auf 22, die bisher höchste Zahl der Welt. Zwei Schutzgebiete wurden neu in Italien aufgenommen. Ausserdem hat das zuständige IUCN-Komitee den Status der Grünen Liste zweier Gebiete in Südkorea erneuert.

«Die auf die Grüne Liste der IUCN aufgenommenen Standorte haben sich durch vorbildliches Management, eine umsichtige Führung und eine erfolgreiche und langfristig gesicherte Erhaltung ausgezeichnet», so IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle gemäss Mitteilung. (dje)

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