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Leben & Freizeit

Eine maskierte Frau Martullo macht Sinn – aber nicht im Parlament

Südostschweiz
03.03.2020, 13:17 Uhr
vor 14 Minuten

Es ist eine Krux mit diesen Gesichtsmasken. Bereits überall vergriffen, sind sie mittlerweile zu einem Statussymbol mutiert. Dabei schützt das modische Stück Stoff vor dem Mund nicht vor allfälligen Ansteckungen – es sei denn, man ist bereits infiziert. Dann verringert man mit dem Tragen einer Maske das Risiko, andere Menschen anzustecken. Noch schlauer wäre es allerdings, wenn infizierte Personen das Bett hüten würden. Und zwar alleine.

Da wir den Sinn hinter dem Tragen einer solchen Gesichtsmaske nun geklärt haben, hoffen wir doch sehr, dass Frau Magdalena Martullo Blocher nicht mehr so stark über das verhängte Vermummungsverbot im Nationalratssaal enttäuscht ist. Damit ihre bestimmt nicht günstige Investition in eine Gesichtsmaske aber nicht komplett umsonst gewesen ist, hätten wir hier einige alternative Vorschläge, wie man die Maske auch nutzen könnte.

Desprayt Housewive

Bei gewissen künstlerischen Aktivitäten ist eine Atemschutzmaske unabdingbar. Beispielsweise bei der Arbeit mit Sprühfarbe. In den Graffiti-Sprühdosen befindet sich nämlich nicht nur die Farbe. Beim Sprayen werden unter anderem krebsverursachende Aerosole freigesetzt. Besser also nur mit Schutz die Wände fremder Menschen beschmieren. Gut, wenn man eine Atemschutzmaske auf Vorrat hat.

Emsige Dentalhygienikerin

Hygiene ist wichtig – besonders wenn ein Patient, eine Patientin mit weit geöffnetem Mund vor einem auf dem Stuhl liegt. Da wäre es höchst unanständig, dieser Person bei der Zahnreinigung in den Mund zu sabbern. Gut, wenn man passend gekleidet ist und alle Menschen, die dies nicht möchten, vor den eigenen Körperflüssigkeiten schützt.

 

Sich zum Narren machen

In Basel waren dieses Jahr die Narren nicht los, Coronavirus sei Dank. Mit Magdalena Martullo Blocher hätte die Chemie aber durchaus gestimmt – eine Maske über eine Fasnachtslarve wäre die ultimative Lösung gewesen, um die Menschen über die Kantonsgrenze hinaus zu Narren zu machen. Leider kam die maskierte Frau Martullo Blocher nicht mehr rechtzeitig, um die Basler Fasnacht zu retten.

Sicherer randalieren

Alles neu macht der Mai. Bereits am Ersten des Monats werden Vertreter der linksautonomen Szene wieder mehr oder weniger friedlich auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Dank ihrer Maske dürfte Magdalena Martullo Blocher komplett unerkannt bleiben. Und an der diesjährigen 1.-Mai-Demo ihren ersten Stein werfen. Hoffentlich nicht in Richtung des lokalen Glashauses.

Anonym aufräumen

Als Politiker der Partei der aufgehenden Sonne wird man immer wieder mit unliebsamen Aufgaben konfrontiert. Der mediale Shitstorm lässt jeweils nicht lange auf sich warten. Um alle Bündner, Glarner und Politiker aus anderen Kantonen vor einem persönlichen Shitstorm zu beschützen, eignet sich eine anonymisierende Gesichtsmaske hervorragend.

Senioren sind die wahren Risikopatienten

Vergessen wir aber das Wichtigste nicht: die eigentliche Risikogruppe sind die älteren Menschen. Schützen wir also jene, die uns das Leben schenkten. Schützen wir die, die uns zu dem machten, was wir heute sind. Im Kontakt mit älteren Herrschaften handelt Frau Martullo Blocher also absolut vorbildlich.
(so-satireteam)