Eine Familie bringt die Chilbi nach Elm
Die «Riitschuel» in Elm ist von 1952. Doch Rössli, Feuerwehrauto, Flugzeug und Katzen lassen auch die Kinderaugen von heute leuchten. Eine Chilbi für sie, für die Familien; Grosspapi aus dem Glarnerland und Grandmaman aus dem Wallis sind auch da.
Die Schausteller Johnny und Erika Guggenbühl kommen schon seit 20 oder 25 Jahren nach Elm. So genau wisse er das gar nicht mehr, sagt Johnny. Doch vor der Coronazeit hatte er eine Hüftoperation, «dann kam der Blackout». Anderthalb Jahre lang keine Messen mehr, keine Chilbi, nichts. Dabei sind die Guggenbühls keine Grossen. «Wir mussten vom Lohn meiner Frau leben», sagt er. Vor zwei Monaten hat Johnny Guggenbühl dann eine Vollzeitstelle bei einem Recyclingbetrieb gefunden. «Mit 64, da ist das der Jackpot im Lotto», sagt er.
Schausteller kann er bleiben, das hat er mit dem Arbeitgeber ausgemacht. Und das war er immer, wurde in eine Schaustellerfamilie hineingeboren. «Mit neun habe ich meinen ersten selbst gebauten Stand gehabt, einen Nagelbalken.» Seither, also seit 55 Jahren, ist er immer auf der Reise, hat aber auch immer als Chauffeur gearbeitet daneben.