Eine Anleitung für ein gelungenes Krimidinner
Das Spiel
Krimidinner sind immer gleich aufgebaut und im Prinzip schnell erklärt. Sobald das Spiel gekauft und die Gäste bekannt sind, verteilt der Gastgeber oder die Gastgeberin die Rollen auf. Das kann nach dem Zufallsprinzip geschehen oder man entscheidet sich bewusst, welche Rolle zu wem passt. Wenn viele am Tisch sitzen, die noch nie ein Krimidinner gespielt haben, lohnt sich vielleicht Letzteres. Übrigens können die meisten Männerrollen auch in weiblicher Form gespielt werden – oder umgekehrt. Essenziell ist so oder so die richtige Kostümierung (siehe «die Verkleidung»). Es macht durchaus Sinn, die Einladungen mit genügend zeitlichem Abstand zum Krimidinner zu verschicken, sodass alle Gäste Zeit haben, sich auf den Abend vorzubereiten. Bei den meisten Spielen weiss man vor dem Dinner nicht viel über die anderen Gäste und auch nicht viel über die eigene Rolle. Das wird sich dann im Spielverlauf ändern.
Irgendwann ist er da. Der grosse Abend. Und man findet sich zusammen. Es kann ratsam sein, sich schon in den Rollen zu begrüssen, um sich daran zu gewöhnen. Tisch- oder Namenskärtchen helfen übrigens sehr. Schön ist auch, wenn die Spielstätte und der Esstisch dem Setting des Spiels entsprechend dekoriert sind. Spielt das Krimidinner in Bella Italia? In einem Chalet in den Bergen? Oder doch in einem Zug? Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Auch Dekorationen, die einen Tatort symbolisieren, machen das Drumherum authentisch.
Das Krimidinner, welches die «Büwo» gespielt hat, spielte übrigens im tiefsten Bayern. Franz, der Knecht, wurde mit einer Axt ermordet. Nur wer hat das getan? Seine Freundin, die Resi? Der Bauer Alois, dessen Sohn Xaver oder doch die Tochter Toni? Und was ist mit dem Bruder des Bauerns? Dem geschäftigen Ludwig? Oder dessen Freundin, der luxusverwöhnte Charlene? Wie stand der Knecht, der «oide Sepp», zum Toten? Oder war es doch die neue, blutjunge Frau des Bauerns, Ludmilla? Schnell wird klar. Alle hätten einen Grund gehabt, Franz zu töten. Über mehrere Runden wird immer mehr zum Mord und zu den Motiven bekannt. Jetzt heisst es gut zuhören, kombinieren und sich selbst geschickt aus dem Schussfeld nehmen. Besonders dann, wenn in den Unterlagen steht «Du bist der Mörder oder die Mörderin».