Dynamische Maltechnik: Action Painting im Atelier «Mal-Unquadrat» in Chur
Von Susanne Turra
Die Maltechnik ist intuitiv. Aus dem Bauch heraus. Unbewusst. Ungeplant. Unmittelbar. Unüberlegt. Die Farbe wird mit Pinsel, Rolle, Spachtel und direkt aus dem Farbtopf aufgetragen. Es wird gemalt, geschüttet, getropft, gerollt, gespachtelt und auf die Leinwand gespritzt. Vorgänger und Vorgängerin sind der Surrealismus und die Dada-Bewegung. Das ist Action Painting. Und das macht neugierig. Die dynamische Maltechnik steht neu auch in Chur im Angebot. Im Atelier «Mal-Unquadrat» von Elke Reinbold. Die «Bündner Woche» wagt den Selbstversuch.
Eine leere Leinwand, sehr viele Farben und keine Vorgabe
Es ist Dienstagvormittag im Calandapark in Chur. Das «Büwo»-Team aus Autorin und Fotografin steht im Atelier bereit. Ausgerüstet mit weissen Overalls. Als Schutz für die Kleidung. «Wir haben eine leere Leinwand, sehr viele Farben und keine Vorgabe», betont Elke Reinbold gleich zu Beginn und lacht fröhlich. In der Tat stehen auf dem langen Tisch unzählige Malutensilien bereit. Pinsel, Rollen, Spachtel, Töpfe in allen Grössen. Und Acrylfarben in allen Tönen. Titanweiss, Zitronengelb, Blassgelb, Ockergelb, Orange, Gold, Rot, Pink, Schwarz, Violett, Ultramarinblau, Grasgrün, Mittelgrün. Alles da. Und gleich noch ein paar Anweisungen und Aufmunterungen der Fachfrau dazu. «Ihr habt Zeit», sagt sie. «Ihr lasst die Farbe zwischendurch ein bisschen trocknen. Ihr könnt das Bild jederzeit wieder übermalen. Und ihr dürft kleckern.» Das beruhigt. Ausgerüstet mit dem ersten Wissen geht es los. Die Autorin greift nach Gold. Die Fotografin nach Pink.