Ein liebenswürdiges «Street-Art-Monster»
von Luca Brunner*
Life happens, coffee helps» («Leben passiert, Kaffe hilft») steht auf der Wand eines unscheinbaren Gebäudes im Norden Brooklyns. Wahre Worte! Neben dem Satz in Regenbogenfarben gemalt: das liebenswürdige «Street-Art-Monster» Frank Ape. Die fiktive Kunstfigur des kanadischen Strassenkünstlers Brandon Sines begleitet mich schon seit über einem Jahr durch New York und ist mir ans Herz gewachsen. Wie mir Sines im Interview verriet, soll Frank Ape dem Betrachter positive Botschaften übermitteln. Seine Figur stehe für die Kraft der positiven Gedanken und wie man damit Berge versetzen kann. An der Baustelle neben dem höchsten Gebäude Amerikas, dem One World Trade Center (auch bekannt als Freedom Tower), prangt eine Zeichnung mit dem Titel «Everyone's different and everyone's the same» («Jeder ist verschieden und jeder ist derselbe»). Ein weiteres Statement für die kulturelle Vielfalt, die Gleichbehandlung und das weltoffene New York generell. Eines ist klar: Street Art ist nicht erst seit dem berühmten «sozialistischen Bruderkuss» von Leonid Breschnew und Erich Honecker auf der Berliner Mauer politisch.