Chanukka auf dem Arkadenplatz
Am Dienstagabend, 20. Dezember, wird auf dem Arkadenplatz neben der grossen Weihnachtstanne ein mannshoher Chanukkaleuchter zu bewundern sein. Um 19.30 Uhr werden Schüler der jüdischen Hochschule Davos dort feierlich die ersten drei von acht Lichtern entzünden. Gäste sind herzlich willkommen. Es gibt Punsch und etwas Süsses dazu.
Das jüdische Lichterfest Chanukka und das christliche Weihnachtsfest liegen in diesem Jahr besonders dicht beieinander. Die Initiatoren finden es – im Sinne eines guten Miteinanders – wichtig, Gelegenheiten zur Begegnung zu schaffen und die Traditionen der anderen kennenzulernen.
Das Chanukkafest reicht zurück in die Zeit der Makkabäer, die sich im zweiten Jahrhundert vor Christus erfolgreich ge-gen die Entweihung des Tempels in Jerusalem wehrten. Eine Legende erzählt, wie die Makkabäer, nachdem sie die heidnischen Götterstatuen aus dem jüdischen Tempel verbannt hatten, noch einen Rest geheiligtes Öl fanden, das aber nur für einen Tag reichte. Auf wundersame Weise brannte es trotzdem acht Tage lang, bis das neue Öl für den grossen Leuchter im Tempel bereit war.
Daran erinnert das Chanukka-Fest: Acht Tage lang zündet man jeden Tag ein Licht mehr an (die neunte Kerze ist der «Diener», mit dem man die anderen Kerzen entzündet). Die Kerzen sollen mindestens eine halbe Stunde brennen. In dieser Zeit wird gesungen und gespielt. Ausserdem gibt es Geschenke für die Kinder. Traditionell isst man zu Chanukka in Öl gebackene Speisen wie «Latkes» (Pfannkuchen) oder «Sufganiot» (Krapfen).
Seit vielen Jahren finden in Basel, Zürich und an anderen Orten der Schweiz öffentliche Chanukkafeiern statt. In diesem Jahr soll diese schöne Tradition auch in Davos Einzug halten.