Was steckt hinter dem Reallabor in Davos?
Von Riccarda Hartmann
Vier Standorte. Vier Regionen in Graubünden. Vier Labore. Eines in Stampa, eines in Ilanz, eines in San Bernardino und nun eines in Davos. Doch es sind keine «klassischen» Labore. «Verbindung von Praxis und Forschung konkret etabliert», so steht es auf der Webseite. Und was ist damit gemeint? «Wir setzen uns für die Verbindung von Theorie und Praxis ein, für partizipative Prozesse in den Regionen», antwortet Melanie Tamborini, eine der beiden Co-Leitenden des am 29. Juli eröffneten Prättigau/Davos Labs.
Die Leiterin sitzt im eingemieteten Raum im Innovation Center Davos. Ein Raum, der offen für alle ist und bei dem jeder und jede seine und ihre Anliegen anbringen kann. Ein Raum offen für Austausch. Ein blauer Briefkasten mit einem roten Kreis – der Wunschbriefkasten – lädt dazu ein, Bedürfnisse aufzuschreiben und diese hineinzuwerfen. Diese werden angenommen und geschaut, was sich daraus machen lässt. «Akteurinnen und Akteure sollen so proaktiv mitwirken können», erklärt Melanie Tamborini.
Die unmittelbare Nähe zu den Regionen
Durch die Fachhochschule Graubünden sind diese Reallabore entstanden. Das Ziel: hinaus in die Regionen zu gehen und so näher zu sein. An den Bedürfnissen und Anliegen. Im Bereich Tourismus, Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit und Kultur. «Wir sind hier, um die Projekt- und Forschungsbasis zu sein und auch diesbezüglich zu unterstützen», sagt die Co-Leiterin vom Prättigau/Davos Lab.
Das Labor in Davos ist das erste im rein deutschsprachigen Raum. «Und so sind wir überall angesiedelt. Der Austausch untereinander besteht ebenfalls.» Während Melanie Tamborini das sagt, schalten sich zwei aus den drei anderen Reallaboren online dazu. Onna Rageth vom Bregaglia Lab und Barbara Beer vom San Bernardino Lab.