Ein bisschen Angst, ein wenig Wehmut, aber viel Tiefe
Dass die Glarner Fasnacht am Wochenende nicht stattfinden konnte, hat mich schon etwas traurig gemacht. Ich kann aber natürlich nachvollziehen, dass man die Gesundheit der Menschen höher gewichtet hat als ein paar unbeschwerte Stunden.
Die Absage betrifft mich indirekt, weil ich natürlich gerne Bilder vom Umzug am Sonntag gemacht hätte. Zum Glück war ich aber schon vor einer Woche am Umzug in Näfels und habe dort ganz viele, ganz farbige Fasnachts-Bilder gemacht. Und ich habe sie sogar mit einem ganz bestimmten Fokus gemacht: Ich wollte für einmal nicht die Akteure des Fasnachts-Umzuges in den Vordergrund stellen, sondern die Zuschauer.
Da gibt es enorm viel zu sehen: Von wunderschön verkleideten Maschgern über gut angeheiterte junge Menschen bis zu Leuten, die sehr kritisch und fast etwas grimmig den Umzug verfolgen.
Am liebsten sind mir aber die Kinder: Sie geniessen das närrische Treiben in der Regel am unbeschwertesten. Etwas Aufwand hatte ich aber mit diesem kleinen Drachen: Er wollte sich partout nicht von vorne mit Gesicht fotografieren lassen. Vielleicht, weil man dann besser gesehen hätte, dass der Drachen nicht so viel Feuer spuckt, wie er gerne würde.
Sasi Subramaniam aus Mollis ist Fotograf bei den «Glarner Nachrichten» und Autor mehrerer Sachbücher.