Dr hübschischt Blick uf Tafaas
Mehrmals, so erzählt Marcel Giger (snow-world.ch), habe er schon dagestanden. «Irgendwie gefiel mir diese Aussicht. Aber bei Tageslicht? Nein.» Er habe sich vorgestellt, wie es am Abend sein könnte. «Müsste doch...!» Und so ein Bild gebe es ja noch nicht. So kontaktierte er die Parsennbahn und erkundigte sich nach der letzten Talfahrt. «Am 22. November 2013 war es soweit. Um 15 Uhr fuhr ich mit zwei Kameras, drei Objektiven und zwei Stativen zum Höhenweg hoch. Es war aber alles komplett verhangen. Nebel oder tiefliegende Wolken versperrten mir die Sicht.» Von den Schneemachern auf dem Jakobshorn wusste er, dass ab 16 Uhr alle Schneekanonen dort laufen würden. «Nun begann das Warten. Es war saukalt», erzählt Giger weiter. «Langsam leerte sich die Höhenweg-Terrasse, aber die Sicht wurde von Minute zu Minute besser.» Dann kam die Sperrstunde, die letzte Bahnfahrt. Die Restaurant-Mitarbeitenden verabschiedeten sich, und die Parsennbahn fuhr ohne Giger ins Tal. «Nun begann ich zu fotografieren. Es stimmte einfach alles. Langzeitbelichtungen bis 90 Sekunden. Und, siehe da, ein Auto fuhr aus dem Dischmatal, ein weiteres kam von Clavadel, die Nachtloipe, die Strassen-beleuchtung ... alles fast wie geplant. Ich war stolz, ja glücklich.» Dank der freundlichen und fortlaufenden Unterstützung durch die Mitarbeitenden der Parsennbahn sei er nach einem letzten Blick auf die Aussicht anschliessend zufrieden mit der allerletzten Bahn ins Tal gefahren, schliesst Giger seine Erzählung.