Wer soll die Auszeichnung «Bündner Persönlichkeit 2022» erhalten?
Dominiert hat zu Beginn des Jahres 2022 noch das Coronavirus. Zunehmend wich die Pandemie anderen Themen, schlagartig dann aber einem einzigen – leider keinem positiven. Im Frühjahr 2022 startete Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine. Während die Coronamassnahmen Stück für Stück gelockert wurden, schwappte eine Welle der Solidarität durchs Land und ergriff auch Bündnerinnen und Bündner. Eine von ihnen ist Maria Wolf. Sie organisierte eine immense Spendenaktion für die Ukraine. In Chur sammelte sie benötigte Güter wie Hygieneprodukte, Babyartikel und Grundnahrungsmittel, welche dann mittels einem von ihr organisierten Transport den Weg in die Ukraine fanden. Maria Wolf hat damit unzähligen Menschen in der Ukraine geholfen. Und sie hat auch Bündnerinnen und Bündnern geholfen – indem sie eine niederschwellige Möglichkeit zur aktiven Solidarität geschaffen hat. Aus diesem Grund ist sie nominiert als «Bündner Persönlichkeit des Jahres 2022».
Auch Beatrice Schaer befasste sich 2022 ausgiebig mit der Lage in der Ukraine. Die Botschafterin und Protokollchefin beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) organisierte im vergangenen Jahr die Ukraine-Konferenz in Lugano vom 4. und 5. Juli. Ausgerichtet wurde die Konferenz von der Schweiz und der Ukraine gemeinsam. Das Endprodukt der Konferenz, die «Lugano-Deklaration», bildet den Rahmen für den politischen Prozess des Wiederaufbaus der Ukraine.
Erfreuliches passierte kurz zuvor in der Bündner Hauptstadt. Zu Beginn des Sommers, genauer gesagt am 4. Juni, fand die erste «Khur Pride» statt. Organisiert wurde sie vom gleichnamigen Verein – mit Pascal Pajic an vorderster Front. Pajic setzt sich bereits seit geraumer Zeit für die LGBTQ-Community ein. Schwul und non-binär weiss Pajic somit aus erster Hand, mit welchen Herausforderungen die Community konfrontiert ist.
Die Klibühni feiert bald ihr 50-Jahr-Jubiläum. Während der letzten 38 Jahre war es dabei Reto Bernetta, der sich unermüdlich für den guten Ruf des Kleintheaters einsetzte und es zu einer Insitution etablierte. Im Herbst 2022 endete diese Ära – Bernetta übergab die Leitung in andere Hände. Seine Nachfolger müssen nun weiterführen, was ihm über fast vier Jahrzehnte hervorragend gelungen ist – die Darsteller und Darstellerinnen langfristig an die Klibühni zu binden und eine Beziehung zu den Besucherinnen und Besuchern aufzubauen.