Zum Hauptinhalt springen
Leben & Freizeit

Die Glarner Skilegende wagt einen Blick zurück

Südostschweiz
06.08.2020, 04:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Von Linda Hottinger

Der 26. November 1964 ist für drei Menschen ein besonderes Datum. Sie alle sind an diesem Tag geboren. Obwohl ihr Leben am gleichen Tag begann, entwickelten sich Skifahrerin Vreni Schneider, Naturfotograf Charly Gurt und Regula Meier in ganz unterschiedliche Richtungen.

Charly Gurt wuchs mit sieben Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Als Kind wurde er verdingt und vom Pflegevater misshandelt.

Regula Meier wurde in eine sehr religiöse Familie hineingeboren. Die Kirche spielte im Leben der Familie eine grosse Rolle. Als erwachsene Frau lebte sie ein unkonventionelles Leben. Im Gegensatz zu vielen anderen Familien ging sie arbeiten, während sich ihr damaliger Mann um die gemeinsamen Kinder kümmerte.

In der dreiteiligen Dokumentation «Geboren am ...» von SRF 1 sprechen sie in der Sendung vom 14. August über die Höhen und Tiefen ihrer Karrieren. Dabei spielen auch Familiengeschichten, gesellschaftliche Ereignisse und prägende Erlebnisse eine wichtige Rolle.

Nicht alles gold, was glänzt

Für die ehemalige Spitzen-Skifahrerin Vreni Schneider aus Elm war die Sendung eine besondere Erfahrung. «Ich habe die Dreharbeiten als sehr angenehm empfunden. Wir waren in der Natur, wo ich mich sehr wohlgefühlt habe.» Über die Anfrage des SRF habe sie sich sehr gefreut. Fast alle Aufnahmen wurden in Elm, dem Heimatort von Vreni Schneider, gedreht. «Zusammen mit dem Fernsehteam haben wir schöne Plätze zum Drehen ausgesucht.» Obwohl ihre Skisport-Karriere 1995 auf dem Höhepunkt ihres Erfolges endete, ist ihr noch vieles sehr präsent.

«Der Sport bringt faszinierende Geschichten mit sich. Dennoch hat der Erfolg auch seine Schattenseiten», sagt sie. «Man lernt jedoch aus seinen Niederlagen, das gehört dazu.» Für die Sendung hat Schneider sich nicht vorbereitet. «Es sollte alles möglichst spontan bleiben. Ich habe mich überraschen lassen», sagt sie lachend. «Ich hoffe, dass die Sendung mich so zeigt und porträtiert, wie ich tatsächlich bin.»

Mehr zum Thema: Gemeinde Glarus